Der Duft von frischem Kaffee zieht ab sofort immer mittwochs von 14.30 Uhr bis 17 Uhr durch das Gemeindehaus an der Kempkesstege, dann nämlich öffnet das Café Schorsch seine Türen und lädt zu einer gemütlichen Auszeit ein. „Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass wir das Café hier so schnell einrichten und in Betrieb nehmen können“, sagt Elke Volkmann, Vorsitzende des Netzwerks Schermbeck. Schließlich sei die Idee des Gemeindescafé erst mit der Gründung des Schermbecker Netzwerks im November vergangenen Jahres entstanden. Nur vier Monate später freut sich Karin Klosterköther, hier die ersten Gäste mit frischem Kaffee, Kuchen und Plätzchen verwöhnen zu können. Und diese ließen sich zur Eröffnung Anfang März nicht lange bitten.
Da längst nicht alle in dem kleinen, aber feinen Café Platz gefunden hätten, bot der anliegende Gemeindesaal zusätzlich die Möglichkeit bei Speis und Trank zusammenzukommen. Hier hieß Pfarrer Dieter Hoffmann die zahlreichen Gäste zu „dem gesellschaftlichen Ereignis 2011 hier in Schermbeck“ willkommen und lobte noch einmal das einmalige Engagement der Netzwerkgruppe. Besonders habe er sich über die Namensgebung gefreut, denn das Café Schorsch reiht sich nun ein in die Gottesdienst-Reihe „Um 6 bei Schorsch“ sowie der Musikgruppe Drachenschorsch. „Ich versichere aber, der Name Schorsch ist ein Plagiat“, meint Elke Volkmann mit einem Lachen.
Und wenn zur Eröffnung auch nicht genügend Platz im Café Schorsch war, wollte jeder der Gäste doch wenigstens einmal gucken. Denn für die Ausstattung des Cafés haben Reinhold Hanka, Kurt Gerwien und Reiner Bockermann kräftig Hand angelegt. Die passionierten Schreiner nahmen sich dafür die alten Brichter Kirchenbänke aus der Georgskirche vor, die sie in schöne Sitzelemente verwandelten. Damit erhält das Café seinen ganz eigenen Charme.
„Wir danken nicht nur den ehrenamtlichen Helfern, sondern auch unseren Sponsoren, die unsere Idee unterstützt haben. Allen voran der Volksbank, ohne die das Café wohl noch in der Planung wäre und der Tischlerei Görg aus Dorsten, ohne die es heute keine Tische im Gemeindecafé gäbe“, sagt Elke Volkmann. Elektro Cremerius, Angela Stender und Blumen Stricker haben das Netzwerk außerdem unterstützt. Spenden und Sponsoring wie zum Beispiel Kuchenspenden, darauf ist das Gemeindecafé auch in Zukunft angewiesen. „Dafür wird es hier aber auch keine Preise geben“, sagt Karin Klosterköther. Auf allen Tischen stehen Spendenbüchsen, in die die Besucher einen Obolus einwerfen können. „Von diesen Spenden werden dann Kaffee, Plätzchen und alles weitere eingekauft.“ Damit sich auch die nächsten Gäste im Café Schorsch eine Auszeit gönnen können. GK