Kein Mensch ist perfekt

Die Bewohner des Hauses Kilian machen mit verschiedenen Aktionen auf das Thema Inklusion aufmerksam und formulieren dabei auch eigene Wünsche

Inklusion – ein Begriff, über den man in den vergangenen Wochen häufiger gestolpert ist und das nicht ohne Grund. Unter dem Motto „Kein Mensch ist perfekt“ setzt sich der Cartiasverband dafür ein, die Teilhabe-Chance von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Das Stichwort dazu lautet Inklusion und meint das gelebte Miteinander von Menschen mit und Menschen ohne Behinderung.

Auch das Haus Kilian, in dem derzeit 21 Bewohner leben, setzte in den vergangenen Wochen ein Zeichen. 30 großformatige Werke wurden in den Schermbecker Geschäften ausgestellt. Sie alle zeigten unperfekte Menschen. „Denn wer ist schon perfekt?“, fragt Birigit Förster, Leiterin im Haus Kilian. Mit den Bildern wollen die Bewohner des Hauses Kilian auf ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ziele aufmerksam machen und so dazu beitragen, dass Barrieren in den Köpfen der Leute abgebaut werden und sich dieses schließlich auch im Alltag widerspiegelt.

„Konkret heißt das, dass wir uns barrierefreie Zugänge zu Geschäften wünschen, dass beim Einkauf kleine Symbole uns helfen Produkte und Preise zu erkennen und zum Beispiel Sportvereine Ehrenamtliche stellen, die unsere Bewohner begleiten, damit sie am Vereinsleben teilhaben können“, sagt Birgit Förster stellvertretend für die Bewohner des Hauses Kilian. Die Integration sei in Schermbeck bestens gelungen, nun heißt es einen Schritt weiter zu gehen.

Im Juni soll es übrigens einen Marsch über die Mittelstraße geben. Auch damit wollen die Bewohner noch einmal die Bevölkerung auf sich und ihre Wünsche aufmerksam machen. GK

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