Heiß debattiert wurde Anfang September im Gladbecker Rathaus. Argumente wurden gegeneinander gestellt, das ehrenamtliche Engagement in Gladbeck in den höchsten Tönen gelobt und am Ende konnten sich sieben Kandidaten für die Leserwahl der Aktion „Menschen machen's möglich“ durchsetzen.
Sieben vollkommen unterschiedliche Ehrenamtler, die sich alle in ganz besonderer Weise für ihre Sache einsetzen und sich so für die Stadt Gladbeck verdient machen. Nun kommt es auf Sie an, liebe Leserinnen und Leser. Wer ist für Sie ein Mensch, der es möglich macht?
Schicken Sie uns bis zum 28. Oktober 2011 eine Postkarte mit dem Namen Ihres Favoriten an aureus GmbH, Lehmschlenke 94, 46244 Bottrop-Kirchhellen. Im Alten Rathaus befindet sich in der Gladbeck Information außerdem eine Abstimmbox. Auch hier können Sie mit den entsprechenden Abstimmungsformularen für Ihre Favoritin oder Ihren Favoriten abstimmen. Egal, wie Sie abstimmen, vergessen Sie Ihre Adresse nicht, denn Stimmzettel ohne Adresse sind ungültig und gehen nicht in die Abstimmung ein. Unter allen Einsendungen verlost die RWW außerdem drei Trinkwassersprudler.
Die großen Preise aber winken den Wettbewerbssiegern. Die RWW lobt auch in diesem Jahr wieder ein Preisgeld von 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.000 Euro aus. Wer gewonnen hat, das erfahren Sie natürlich in Ihrer LebensArt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RWE Konzerns sowie der aureus GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mindestalter der Teilnehmer: 16 Jahre. Daten werden zur Auswertung und Berichterstattung gespeichert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Und das sind die Nominierten ...
Elisabeth Gieseler
„Ich war überzeugt, dass etwas getan werden muss und habe daher vor zehn Jahren den Verein Donum Vitae mit gegründet“, sagt Elisabeth Gieseler. Bei Donum Vitae beraten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen Frauen bei Schwangerschaftskonflikten und bieten Hilfe und Unterstützung an. 300 bis 400 Frauen suchen jährlich die Beratungsstelle auf. Vor drei Jahren wurde das Gründungsmitglied Elisabeth Gieseler in den Vorstand gewählt. Anfang des Jahres geriet der Verein in große finanzielle Schwierigkeiten, die auch durch den persönlichen Einsatz von Elisabeth Gieseler abgewendet werden konnten. Mit viel Engagement hat die Gladbeckerin den Verein aus den schwierigen Zeiten geführt und wieder auf sichere Beine gestellt.
Die Diplom-Pädagogin ist selbst jung Mutter geworden und kann die Probleme und Anliegen der Frauen, die bei Donum Vitae Hilfe suchen, nur zu gut verstehen. „Daher liegt mir unsere Arbeit so sehr am Herzen.“
Michael Schneider
Fußball ist sein Leben. Jeden Tag treibt es ihn mindestens einmal zum Fußballplatz. Die Leidenschaft zum Ball hat Michael Schneider schon früh gepackt; seit seine Kinder spielen, ist der Gladbecker aber nicht nur am Platz aktiv, sondern auch im Hintergrund. Mitglied im Kreisjugendausschuss, Jugendobmann des SSV Gladbeck, 2. Vorsitzender des SG Preußen Gladbeck, Jugendkassierer und Jugendtrainer, das sind nur einige der Engagements, die Michael Schneider in seiner Freizeit ausübt. „Aus meinem Hobby ist schon fast ein Job geworden“, sagt der Gladbecker mit einem Schmunzeln. Viel Herzblut legt er dabei in die Jugendarbeit, organisiert Fahrten, zum Beispiel nach Barcelona. Neben dem Kulturprogramm wird auf den Fahrten vor allem eines gemacht: Fußball gespielt. Und dabei gibt Michael Schneider nicht nur sein Fachwissen, sondern auch ein Stück seiner Ballleidenschaft an die Nachwuchsspieler weiter.
Ellen Becker
Einen grünen Daumen, den beweist Ellen Becker nicht nur in ihrem heimischen Garten. Seit 1973 ist die Gladbeckerin Mitglied im Kleingartenverein Offermannshof. Seit nunmehr zwölf Jahren leitet sie hier die Frauengruppe, die im kommenden Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. 17 Frauen kommen 14-tägig zusammen, um zu klönen, zu handarbeiten oder einfach nur eine gute Tasse Kaffee zu trinken. „Denn das hat bei uns Tradition, jeweils die Geburtstagskinder des Monats geben Kaffee und Kuchen aus“, sagt die hilfsbereite Gladbeckerin. Doch nicht nur der Frauenkreis liegt Ellen Becker am Herzen. Sie ist auch darüber hinaus die gute Seele des Kleingartenvereins. Sie dekoriert mit viel Liebe das Vereinsheim passend zur Jahreszeit, steht mit ihrem Mann hinter dem Tresen und wenn die Gardinen mal wieder eine Wäsche nötig haben, dann macht Ellen Becker auch das und zwar gerne und wie immer mit einem Lächeln auf den Lippen.
Andreas Packeisen
Das Urgewächs des TV Gladbecks, Abteilung Volleyball, kümmert sich seit elf Jahren als Geschäftsführer um das kontinuierliche Weiterkommen der Volleyballabteilung. Mit großem Erfolg, wie die erste Damenmannschaft, die erneut in der zweiten Bundesliga spielt, beweist. „Meine Aufgabe im Vorstand ist es vor allem, dass genug Sponsoren gefunden werden, die den Volleyballsport unterstützen. Hier im Revier ist Volleyball eine Randsportart, umso schöner ist es, dass wir seit einigen Jahren so erfolgreich spielen und den Spielerinnen und Zuschauern attraktive Rahmenbedingen schaffen.“ Besucherzahlen von mehr als 300 Gästen zollen ihm Recht und wenn die Stimmung in der Halle fast überkocht, weiß Andreas Packeisen, warum er seit Jahren viel Zeit und Arbeit in den Volleyballsport investiert: „Alles für diesen Moment – das Ziel verfolgen und wissen, der Weg, den wir gehen, führt zum Erfolg. Das ist schön.“
Britta Theisen-Krones
Die Augen von Britta Theisen-Krones leuchten, wenn Sie von „ihren“ Kindern erzählt. Seit vielen Jahren ist die Gladbeckerin in der Kinder- und Jugendbetreuung bei den Falken in Gladbeck Brauck tätig. „Mir ist dabei aber immer aufgefallen, dass der Kontakt zwischen deutschen Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund nicht besonders gut ist“, sagt die engagierte Betreuerin.
Vor knapp einem Jahr kam ihr daher die Idee einen multiethnische Kindergruppe zu gründen. Kinder und Jugendliche egal welcher Herkunft treffen sich seither regelmäßig, um gemeinsam zu spielen, zu basteln und sich auszutauschen. Und Britta Theisen-Krones organisiert in den Ferien sogar Stadtranderholungen und Ausflüge in der Region. So lebt die Gruppe der Falken nun schon seit knapp einem Jahr das Thema Migration vor.
Dr. Gabriele Tichy-Voß
Die Musikschule ist ihr Ding – Dr. Gabriele Tichy-Voß ist Urologin im Gladbecker Barbara-Hospital und wenn sie nicht auf der Station oder im OP ist, engagiert sie sich für die Gladbecker Musikschule. Und das seit mehr als 20 Jahren. „Ich habe jahrelang Oboe im Orchester gespielt und bin sozusagen mit der Musikschule aufgewachsen. Seitdem mir durch Studium und Beruf die Zeit für das Musizieren fehlte, arbeite ich im Vorstand des Fördervereins der Musikschule mit.“ Seit zwölf Jahren ist sie Vorsitzende des Fördervereins, mit dem sie es durch ihren unermüdlichen Einsatz immer wieder schafft, Finanzhilfen aufzutreiben, die in neue Instrumente, Wochenendfahrten oder Noten der Schüler investiert werden. Auch beim JEKI-Projekt sorgt der Förderverein dafür, dass genügend Instrumente zur Verfügung stehen, damit auch jedes Grundschulkind ein mit spielen kann. Ohne die Mithilfe von Gabriele Tichy-Voß hätten viele Kinder in Gladbeck keine Möglichkeit zu musizieren.
Elke Dietze
Ein großes Herz für Tiere, das beweist Elke Dietze nun schon seit mehr als 15 Jahren. Die aktive Tierschützerin setzt sich überall dort ein, wo Vierbeiner ihre Hilfe brauchen. Egal, ob das auf den Straßen von Gladbeck oder auf den Straßen von Rumänien der Fall ist – Elke Dietze hilft! „Erst im März war ich in Rumänien und habe hier das größte Tierheim der Welt besucht. Ich war schockiert von den Zuständen“, sagt die Tierfreundin. Mehr als 3.400 Hunde sind hier in engen Zwingern untergebracht und dabei Wind und Wetter ausgesetzt. „ Daher versucht Elke Dietze nun noch mehr als vorher die Vierbeiner in gute Hände zu vermitteln. Erst vor wenigen Tagen hat sie in Gladbeck einen verwahrlosten Hund aufgelesen und schon jetzt ein neues Herrchen gefunden. Fest steht, Elke Dietze wird so lange weiter machen, bis sie all ihre Schützlinge in einem neuen Zuhause weiß.