Das „Home of hope“ in Sierra Leone wurde eröffnet

Das „Home of hope“ ist endlich fertig gestellt und rund 30 Kinder finden hier ein neues Zuhause – Die Zwergenhilfe benötigt dringend Spenden

Es ist soweit, das „Home of hope“ ist nach einer Bauzeit von mehr als einem Jahr fertiggestellt. Gudrun Gerwien und Dieter Schmitt konnten Anfang November zufrieden feststellen, dass sich die Mühen und der Einsatz gelohnt haben. Auf 350 Quadratmetern in insgesamt zehn Zimmern finden etwa 30 Kinder ein neues Zuhause. Meist sind es Vollwaisen, die in das „Haus der Hoffnung“ einziehen. Hier erhalten sie nicht nur einen Schlafplatz, sondern werden auch versorgt, was aber in vielen Fällen noch viel wichtiger ist, im „Home of hope“ erfahren die Kinder Zuneigung und Geborgenheit.
 

Zur Einweihung des „Home of hope“ kamen zahlreiche Gäste einschließlich der Bürgermeister aus den umliegenden Dörfern. Vor allem das Anschalten des Lichtes am Abend sei für alle Anwesenden ein erhabener Moment gewesen. Doch nicht nur gute Nachrichten haben die Gagus im Gepäck. „Es sterben zu viele Kinder in dem Land“, sagt Gudrun Gerwien. Oft könnte das Kindersterben verhindert werden, wenn die Frauen ihre Kinder entsprechend ernähren könnten. „Die Mütter füttern die Kinder ausschließlich mit Reis“, haben Gudrun Gerwien und Dieter Schmitt festgestellt.

Babynahrung kennen die Mütter entweder nicht oder sie ist zu teuer. Den Tod der achtzehn Monate alten Fatima, die ihnen nach ihrer Ankunft in die Einrichtung gebracht wurde, konnten die Gagus nicht mehr verhindern. Das Leben des acht Monate jungen Ibrahim konnten sie im letzten Moment retten. Das Kind musste zunächst mit Flüssigkeit versorgt werden. „Ich habe kurzerhand eine Wodkaflasche genommen, die ich draußen gefunden habe, habe diese gereinigt, einen Finger von einem Einmalhandschuh darüber gestülpt, so konnte das Kind trinken“, sagt Gudrun Gerwien. Die Mutter des Kleinen kam jeden Tag zum „Home of hope“, damit der Kleine hier aufgepäppelt werden konnte. „Wir bringen den Müttern hier nicht nur bei ihr Baby richtig zu ernähren, sondern auch hygienisch richtig zu versorgen.
 

Dabei sind die Mütter oft entsetzt, wenn sie zum Beispiel hören, dass die Flaschennahrung nicht aufgewärmt werden darf“, erzählte Gudrun Gerwien. Mit dem naheliegenden Hospital schlossen Gudrun Gerwein und Dieter Schmitt einen Vertrag über einen monatlich zu entrichtenden Pauschalbetrag, der die ärztliche Versorgung der Bewohner des „Home of hope“ sichert. Ein weiteres zusätzliches Vorhaben ist eine Mütterberatung, die im „Home of hope“ eingerichtet werden soll. Regelmäßig sollen die Mütter durch eine Krankenschwester über die richtige Versorgung ihrer Kinder aufgeklärt werden.
 

Nicht enden will hingegen die Liste der Dinge, die noch vor Ort getan werden müssen. Zum Beispiel müsse aus Sicherheitsgründen eine Mauer um das Kinderheim gebaut werden. Noch dazu ist das hauseigenen Auto kaputt und die Menschen benötigen Kleidung und Fahrräder, damit die Kinder den weiten Weg zur Schule mit dem Rad absolvieren können. „Aber unsere Konten sind leer, es ist kein Geld mehr da“, sagt Dieter Schmitt. Die Gagus hoffen, dass am Weihnachtshaus wieder Geld erwirtschaftet werden kann, damit es den Kindern in Sierra Leone bald besser geht und Gudrun Gerwien und Dieter Schmitt nur noch mit guten Nachrichten nach Hause zurückkehren.


Spendenkonto GAGU-Zwergenhilfe e.V. Deutschland

Volksbank Schermbeck
Kontonummer: 777 777 900
Bankleitzahl: 400 693 63

Verbandssparkasse Schermbeck
Kontonummer: 254 854
Bankleitzahl: 356 500 00

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