Das jüngste Kind im Kindergarten und evangelischen Familienzentrum „Der Gute Hirte“ ist gerade einmal neun Monate alt. „Das ist eine große Herausforderung für uns“, so die Leiterin Gisela Eggert. Die Einrichtung ist die einzige in Reken, die neben den U3-Plätzen auch U2-Plätze anbietet. Dafür sei die 1:1 Betreuung gewährleistet. Während die U3-Kinder in Bettchen schlafen, die aussehen als wären sie aus dem Märchen mit den sieben Zwergen ausgeliehen, schlafen die U2-Kinder mittags noch in Kinderbettchen. Und auch, wenn alle Kinder zusammen im Zimmer liegen, klappe die Mittagsruhe hervorragend, freut sich Gisela Eggert.
Seit dem Jahr 2005 gibt es die U3-Betreuung in dem Kindergarten, der seit 1999 auch integrativ arbeitet. Die Kleinsten der Einrichtung haben zwar ihren eigenen Gruppenraum, treffen aber im Tagesgeschehen trotzdem immer wieder auf die Großen. „Das ist natürlich gewollt und auch wichtig“, so Gisela Eggert, sollen doch die Kleinen von den Großen lernen. Im nächsten Sommer erhalten die Kleinen mit der finanziellen Unterstützung des Fördervereins auch einen eigenen Spielbereich im Außengelände.
Die Angebote im Kindergarten „Der Gute Hirte“ wirken sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus. So wird zum Beispiel einmal in der Woche in der Kindergarten- Turnhalle geturnt. Desweiteren gehen die Kinder einmal in der Woche in die Turnhalle neben dem Rathaus, um dort an großen Geräten ihre Motorik zu trainieren. Außerdem fördert der Kontakt zwischen den Altersgruppen das Sozialverhalten sowie die sprachliche und emotionale Entwicklung. „Kinder, die keine Geschwisterkinder haben, profitieren davon ganz besonders“, so die Einrichtungsleiterin.
Zusammen wird gespielt, gesungen, gegessen, gekuschelt, geschlafen, geknetet, gematscht und natürlich auch mal gezankt. Eingewöhnt werden die U3- und U2-Kinder nach dem sogenannten Berliner Modell. Das bedeutet: Zu Beginn findet ein Gespräch zwischen den Eltern und der Bezugserzieherin statt. Vorlieben, Gewohnheiten und individuelle Besonderheiten des Kindes werden notiert (z.B. Schlaf- und Essgewohnheiten, eventuelle Allergien etc.) Die verschiedenen Phasen der Eingewöhnung werden besprochen. Je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes können die Phasen unterschiedlich lang dauern. In der Regel beträgt die Dauer der Eingewöhnung zwei zusammenhängende Wochen, sie richtet sich aber nach den Bedürfnissen des Kindes.
Wer sein Kind im Sommer 2012 in die Einrichtung geben möchte, sollte sich nach Möglichkeit noch im Dezember mit dem Kindergartenun unter der Telefonnummer (02864) 5116 in Verbindung setzen. geg