Das Dörfchen Erle erstrahlt in diesen Tagen in einem ganz besonderen Glanz. Geschmückte Weihnachtsbäume im Ortskern sorgen, neben den illuminierten Bäumen der Gemeinde Raesfeld, für eine adventliche Stimmung. Zudem haben viele Familien ihre Fenster adventlich gestaltet, Geschäfte im Ortskern den Bereich vor den Türen weihnachtlich glänzend herausgeputzt. „Adventlicht und Weihnachtsglanz“ unter diesem Motto stehen seit nunmehr vier Jahren die „schmuckvollen“ Aktionen im Dorf, die Gemeinsinn beweisen und die auch eine Ausstellung in der St. Silvester-Kirche einschließt.
Nach dem Öffnen der Kirchentür wird der Besucher der Kirche eingehüllt in eine ganz besondere und besinnliche Atmosphäre. Die beheizte Kirche, mit Tannengrün geschmückte Türbogen, leisen und täglich wechselnden Musikklängen, gedämpftes Licht und eine Ausstellung bieten die Möglichkeit in der vorweihnachtlichen Hektik einen Moment innezuhalten. Eingebunden in den Marienaltar und die Krippenlandschaften ergänzt die Ausstellung die übliche weihnachtliche Dekoration in der Kirche. Die Farbgestaltung der ausgestellten Werke verschmilzt ganz zufällig auch mit der Farbgestaltung des Innenraumes zu einem warm wirkenden, harmonischen Ganzen. Das Organisationsteam Pfarrer em. Franz-Josef Barlage (Foto), Hermann Buning, Ingrid Horstmann, Diakon Klaus Elsner und Gertrud Cluse entschieden sich in diesem Jahr für eine Präsentation gegenständlicher Bilder über den Lebensweg der Gottesmutter Maria, die an den Kreuzweg-stationen ihren Platz fanden. „Wir möchten den Menschen das Ereignis der Menschwer-dung Gottes näherbringen“, so Franz-Josef Barlage, der sich wünscht, dass die Kirchen-besucher nicht nur an den Bildern vorbeilaufen, sondern sich auf die Botschaft einlassen.
Die Reproduktionen der Werke berühmter Meister der Renaissance aus kunstgeschichtlichen Büchern zeigen dargestellte Szenen aus dem Marienleben und die Erhöhung der Gottesmutter aus der Sicht der Künstler. Ausgewählt wurden Bilder von Lorenzo Monaco, Domenico Beccafumi, Filippo Lippi, Rembrandt van Rijn, Pieter Coecke van Aelst, Stephan Lochner, Andrea del Sarto, Matthias Grünewald, Tizian, Raffael Santi sowie ein böhmisches und ein oberrheinisches Werk unbekannter Meister. Unter den Reproduktionen befindet sich auch die „Sixtinische Madonna“, welche für den Hochaltar der Klosterkirche San Sisto in Piacenza gemalt wurde. Geöffnet ist die Kirche täglich von 9 bis 18 Uhr. Bis zum 14. Januar haben die Besucher die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. geg