Schule und Bücher gehören eigentlich unweigerlich zusammen – und doch oder gerade deswegen scheuen sich viele Kinder, in die Welten der Geschichten einzutauchen. Um diesem Verhalten vorzubeugen, haben die Johannesschule und die Bibliotheksfiliale Kirchhellen Anfang des Jahres einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Ziel ist es, den Kindern einen positiven Umgang mit den Medien einer Bücherei zu vermitteln. „Wir möchten in erster Linie erreichen, dass die Kinder Bücher und andere Medien als selbstverständlich wahrnehmen“, erklärt Bibliotheksmitarbeiterin Andrea Schwarzer. „Außerdem möchten wir zeigen, dass Lesen auch Kopfkino bedeutet.“ Bereits die Erstklässler finden in regelmäßigen Abständen den Weg zwischen die Bücherregale.
Statt des üblichen Unterrichts wird dann die spannende Welt der Geschichten erkundet und zugleich die Hemmung abgebaut, die viele Kinder vor dem Umgang mit Büchern scheuen lässt. Im zweiten Schuljahr bekommen sie sogar ihren eigenen Ausweis, der ihnen sowohl Freiheit als auch Verantwortung überträgt. Schließlich können die Kinder nun ihre Lieblingsgeschichten auch zu Hause lesen, doch müssen sie gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass die Medien rechtzeitig wieder zurückgebracht werden. „Ab dem dritten Schuljahr bieten wir themenbezogene Führungen an, die mit Rätseln und Aufgaben unterstützt werden“, so Andrea Schwarzer.
Ob nun Monster, Indianer oder Ritter, es gibt kaum ein Thema, zu dem sich nicht das passende Lesematerial finden lässt. „Wir sind wirklich begeistert von der Zusammenarbeit und bei den Kindern kommt der Umgang mit den Büchern unheimlich gut an“, freut sich auch Lehrerin Barbara Dietzel über die gelungene Kooperation. mh