Schermbeck - Es war kein schönes Wetter, zu dem sich die Sternsinger in diesem Jahr auf den Weg zu den Haustüren gemacht haben. Aber tapfer bissen die zahlreichen Kinder und Jugendlichen aus den Gemeinden Schermbeck und Gahlen die Zähne aufeinander, schließlich hatten sie eine Mission. „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“ , so lautete in diesem Jahr der Leitspruch der Sternsinger. Mit ihrem aktuellen Motto machten die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt geachtet und unterstützt werden müssen.
In Schermbeckwaren Anfang Januar gleich 130 Mädchen und Jungen unterwegs, um genau das einzufordern, um Spenden für Projekte in Nicaragua zu sammeln und natürlich um ihren Segen 20*C+M+B+12 (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) an die Tür zu schreiben. Die Mädchen und Jungen setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte und die der Gleichaltrigen in aller Welt schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein. Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, werden die Kinderrechte von vielen mit Füßen getreten.
Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua, dem aktuellen Beispielland, unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden stark und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.
„Millionen Kinder leiden an Hunger, können nicht lesen und schreiben, sind durch Krieg und Gewalt verstümmelt. Ihre Rechte werden jeden Tag millionenfach verletzt. Mit ihrem Einsatz und der Hilfe der vielen Spenderinnen und Spender verhelfen die Sternsinger Kindern weltweit zu ihrem Recht und zu ein bisschen mehr Gerechtigkeit auf der Welt“, so Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), zum Hintergrund der Aktion.
In vielen Häusern wurden die Schermbecker und Gahlener Sternsinger bereits freudig erwartet, immer wieder blieben jedoch auch Türen verschlossen. Doch davon ließen sich die Sternsinger nicht entmutigen und sammelten eifrig weiter. Im Abschlussgottesdienst konnte Pfarrer Klaus Honermann die stolze Spendensumme von 12.600 Euro verkünden. Und immer noch gehen in der Gemeinde Spenden ein. Der Einsatz der Sternsinger hat sich also mehr als gelohnt. GK