Reken - Ende September, die Sonne scheint und es herrscht helle Aufregung in der Kita St. Elisabeth in Bahnhof Reken. Die Kinder ahnen, dass heute ein ganz besonderer Tag wird.
Foto: Julia Schmidt
Nicht nur der Tag der offenen Tür mit Spieleaktionen und Cafeteria lockt an diesem Spätsommertag Eltern, Grosseltern und Geschwister in die Kita. Auch Pater Mario ist gekommen, was vielleicht nichts Ungewöhnliches ist, aber er hat diesmal allerhand im Gepäck, zum Beispiel sein Weihrauchfässchen. Damit wird er die neuen Räume der Kita segnen. „Lasset die Kinder zu mir kommen“, zitiert Pater Mario aus der Bibel während der kleinen Segnungsmesse – und die Kinder unterstützen ihn mit Liedern, die sie eigens für diesen Tag einstudiert haben.
Die Kita St. Elisabeth ist eben ein Ort, an dem Kinder willkommen sind. Mit dem neuen Anbau ist sie nun auch für die Zukunft gut gerüstet. So können nun sechs Kinder ab zwei Jahren betreut werden. „Bisher sind zwei U3-Kinder hier in Betreuung. Bei Bedarf können auch mehr als sechs Kinder betreut werden“, sagt Kindergartenleiterin Birgit Wenning mit Blick auf die neue Gesetzeslage 2013, wenn es einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für Unterdreijährige geben soll. 35 Prozent der U3-Kinder sollen in NRW dann einen Platz erhalten. Der Kindergarten St. Elisabeth setzt also nicht nur ein Zeichen, sondern kommt auch dem steigenden Bedarf nach U3-Plätzen nach. Denn immer öfters müssen Eltern schneller wieder in ihren Beruf einsteigen und dann steht die Frage nach einer geeigneten Betreuung für das Kind an.
Die U3-Kinder in St. Elisabeth fühlen sich jedenfalls pudelwohl. „Die Anforderungen für die Betreuung so kleiner Kinder sind natürlich hoch“, weiss Birgit Wenning. So gibt es in den neuen Räumen speziell auf das Alter der Kinder abgestimmte Spielmöglichkeiten sowie einen Wickelbereich und Hochstühle. Zudem dürfen sich alle Kita-Kinder über den neuen Traumraum, das Bällebad, den neuen Sandkasten und neue Spielfahrzeuge freuen. Aber auch für die Mitarbeiterinnen brachte der Anbau eine neue Küche und einen Personalraum. Die Aufregung ist also auf allen Seiten gross, Pater Mario jedenfalls hat sich mit einem leeren Weihrauchfässchen verabschiedet. js