Foto: Gabriele Knafla

Schönes zum kleinen Preis

Der beliebte Kinderkleidermarkt in Bahnhof Reken lockt jedes Jahr Kunden aus der gesamten Region, denn hier gibt es günstig gut erhaltende Kindersachen

Reken - Einen Schneeanzug für 5 Euro, eine rosa Jacke für 3 Euro, ein Paar Winterstiefel für 10 Euro – auf dem Kinderkleidermarkt in Bahnhof Reken kann man echte Schnäppchen machen und das ganze auch noch für einen guten Zweck 

Kein Wunder, dass sich zwei Mal im Jahr zahlreiche Mütter, Tanten, Omas und natürlich auch Väter, Onkels und Opas am Evangelischen Gemeindehaus Arche einfinden, um hier für die Kleinsten neues zum Anziehen und Spielen zu finden. Bereits seit 1989 findet der Kidnerkleidermarkt statt. Sonja Schwerthoff und Gudrun Krautwurst sind zwei ehrenamtliche Helferinnen der ersten Stunde. Seit über 20 Jahren bauen die beiden Frauen auf, sortieren, etikettieren, kassieren und machen später auch den Kassensturz. Natürlich nicht allein. Ein Team aus über 40 Frauen findet sich zwei Mal im Jahr zusammen, um den Kinderkleidermarkt auf die Beine zu stellen. Einmal vor den vor den Osterferien und einmal vor den Herbstferien findet dieser statt. Und die Kundendatei ist bereits seit vergangenen Jahr voll. Rund 300 Kunden nutzen die Möglichkeit, Kindersachen bis Grösse 188 sowie Spielzeug, Babymöbel und vieles mehr zum Verkauf zu stellen. Jeder Kunde darf bis zu 40 Teile bei dem Kleidermarktteam abgeben. Vorab erhalten die registrierten Verkäufer dazu eine Etikettenliste. Damit werden die Sachen ausgezeichnet. Den Preis bestimmt dabei jeder selbst. Ein Blick durch den Verkaufsraum zeigt, die Preise sind niedrig, die Ware aber bestens. Hier kann man für die Kleinen wirklich grosse Schnäppchen machen.

Immer donnerstags und freitags gibt es übrigens einen Vorverkauf für Schwangere. „Am Samstag ist hier einfach kein Durchkommen, wollen wir Schwangeren die Möglichkeit bieten, ganz in Ruhe zu schauen“, sagt das Verkaufsteam. Denn am Verkaufssamstag bilden sich meist lange Schlangen vor dem Gemeindehaus und der benachbarten Realschule, wo ebenfalls der Verkauf stattfindet. Doch so soll es ja auch sein, schliesslich freuen sich die Ehrenamtler über leere Ständer und Regale und das nicht nur, weil dann weniger Kleidungsstücke zurücksortiert werden müssen, sondern, weil dann ein ordentlicher Spendenbetrag zusammen gekommenist. Denn 15 Prozent des Erlöses geht an karitative Zwecke. In diesem Jahr werden die Fussballvereine und deren Jugendarbeit davon profitieren. Zudem werden die Aktionen „Weihnachten im Schuhkarton“ und die Organisation „Terre des Femes“ unterstützt. gk

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