Schermbeck - Haben Sie schon die ersten Weihnachtsgeschenke besorgt? Die Nikolausstiefel für die Kleinen gefüllt oder zumindest einen Adventskalender gekauft, bei dem Sie morgen das erste Türchen öffnen dürfen? Oder sind Sie etwa noch gar nicht in Weihnachtsstimmung? Dann lassen Sie sich doch einfach von der adventlichen und weihnachtlichen Atmosphäre in Schermbeck und Gahlen treiben.
Los geht es bereits morgen, 1. Dezember, von 10 bis 19.30 Uhr mit dem Marktplatz der Hilfe. Traditionell startet der karitative Weihnachtsmarkt am Samstag vor dem ersten Advent rund um die Ludgerus-Kirche. Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter übernimmt in diesem Jahr mit großer Freude das Amt des Schirmherrn. Die Schirmherrschaft bringt dabei die besondere Verbundenheit zwischen der Kommunalgemeinde Schermbeck und dem sozialen Projekt des karitativen Weihnachtsmarktes zum Ausdruck. Zudem gibt sie den aktiven Ehrenamtlern eine zusätzliche Motivation für ihren zeit- und teilweise kostenaufwendigen Einsatz zugunsten hilfsbedürftiger Mitbürger in Schermbeck und darüber hinaus. Sicht- und hörbaren Ausdruck seines Amtes wird der Schirmherr anlässlich der offiziellen Eröffnung um 11 Uhr vor dem Kirchenportal der Ludgerus-Kirche geben. Danach wird er sich einen Eindruck von dem umfangreichen Angebot an den Ständen verschaffen. Ein Höhepunkt in diesem Jahr finden die Gäste und Besucher vor dem Pfarrheim an der Erler Straße. Dort begrüsst die Ev. Jugend mit ihrem Schoko-Fahrrad für fair gehandelte alle Schokoladenfreunde. Die Evangelische und die Katholische Kirchengemeinden in Schermbeck setzen sich für die Verbreitung fair gehandelter Schokolade ein. In einer gemeinsamen Aktion mit dem Eine-Welt-Kreis wird auf unsoziale Zustände bei der Produktion „unfair“ gehandelter Schokolade aufmerksam gemacht.
Am darauffolgenden Samstag, 8. Dezember, werden wieder Kinderaugen leuchten, denn der Nikolaus kommt wieder nach Gahlen. Nicht umsonst ist der Gahlener Nikolauszug einer der ältesten und begehrtesten Nikolauszüge der Region. Viele Menschen, die den Zug heute als Eltern oder Großeltern besuchen, haben den Gahlener Nikolauszug selber vor Jahren schon als Kind oder Elternteil erlebt. Und alle kommen jedes Jahr auf Neue wieder gerne an Lippeufer. Die traditionelle, festliche Inszenierung lockt jährlich fast genauso viele Besucher an, wie Gahlen Einwohner hat.
Begleitet wird der Nikolauszug von einem kleinen Adventsmarkt am romantisch gelegenen Dorfkern mit festlich erleuchtetem Mühlenteich und Dorfkirche. Da weht ein Duft von Zimtsternen, Lebkuchen und Glühwein durch das kleine Dorf. Der Adventsmarkt ist ab 15.30 Uhr geöffnet. Von dort startet auch um 17 Uhr der von Polizei und Feuerwehr begleitete und gesicherte Nikolauszug. Nikolaus und sein Knecht Ruprecht werden an der Gahlener Kanalbrücke des Wesel-Datteln- Kanals vom Zug abgeholt, wo beide mit Blaulicht von einem festlich beleuchteten Schiff, begleitet von der Wasserschutzpolizei ankommen. Dort steigen sie auf die Pferdekutsche um. Die Erler Jäger und das Tambourcorps Bricht begleiten den Zug mit weihnachtlichen Klängen zurück zum Weihnachtsmarkt. Nachdem der Zug dann wieder am Mühlenteich angekommen ist, begrüsst der Nikolaus die Kinder mit seiner Ansprache und es werden gemeinsam mit dem Männergesangverein Gahlen Weihnachtslieder gesungen. Die Gahlener Prootköster (Kinder der GSG Schermbeck) stimmen auf Plattdeutsch auf die Vorweihnachtszeit ein, bevor der Nikolaus dann die prall gefüllten Nikolaustüten an die Kinder verteilt. Der Heimatverein aus Gahlen führt die Veranstaltung ehrenamtlich durch. Karten für die Nikolaustüten gibt es nur im Vorverkauf bis zum 6. Dezember für vier Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen wie der Sparkasse und der Volksbank sowie vielen Lebensmittelläden, Bäckereien und Getränkemärkten in Gahlen und Umgebung.
Und damit nicht genug der weihnachtlichen Aktionen. Am dritten Adventswochenende startet die Werbegemeinschaft ihre Aktion „Schöne alte Weihnachtszeit“ gemeinsam mit der GAGU Zwergenhilfe. Einen klassischen Weihnachtsmarkt wird es in diesem Jahr auf der Mittelstraße nicht geben, dafür werden die Besucher am 15. Dezember zurückversetzt ins 19. Jahrhundert. Viele Schermbecker haben sich gemeldet und haben Schauspiel- und Komparsenrollen übernommen. Ob Schuster, Bierkutscher, Bauer oder Näherin, sie alle werden am Samstag in Schermbeck anzutreffen sein und mit ihren selbst geschneiderten Kostümen für ein tolles Bild und eine ganz besondere weihnachtliche Atmosphäre sorgen. Los geht es um 10 Uhr. Besucher aus Nah und Fern werden.
Am Sonntag, 16. Dezember lädt die Kulturstiftung zu einem stimmungsvollen Adventskonzert ein. Unter dem Titel „Veni, veni Emmanuel“ wird der Chor laetita cantandi unter der Leitung von Patrick Jaskolka in der St. Georgskirche auftreten. Ab 17 Uhr erfüllen nicht nur die Stimmen der 16 Chormitglieder den Kirchenraum, sondern auch das Orgelspiel von Thorsten Schwarte. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, es wird allerdings um eine Kollekte gebeten. Mit dem Ausblick auf so viele stimmungs- und genussvolle Veranstaltungen darf man sich schon jetzt auf die bevorstehende Adventszeit freuen. LebensArt wird natürlich vor Ort sein und von den Veranstaltungen berichten. GK