„Hier darf man“

Der Seniorenbeirat der Gemeinde Schermbeck setzt sich für die Bereitstellung von öffentlichen Toiletten ein

Schermbeck - Ob jung, ob alt, wenn die Not groß ist, dann muss die nächste Toilette schnell gefunden sein. Nicht immer ganz einfach, vor allem dann, wenn man nicht unbedingt danach fragen möchte.
 

Der Seniorenbeirat war schon lange der Meinung, dass Schermbeck in punkto öffentliche Toiletten unterversorgt ist. „Es gab hier bislang nur zwei öffentliche Toiletten. Im Rathaus und in der Bücherei“, sagt Wilfried von Krosigk vom Seniorenbeirat. Ein Zustand, der für den Seniorenbeirat so nicht mehr länger haltbar war. Eine Lösung musste her und wurde auch schnell gefunden. „Wir haben uns an anderen Städten, wie beispielsweise Dorsten orientiert, die auf die „Nette Toilette“ hinweisen.“ Dabei stellen Einzelhändler, Cafés und Restaurants ihre Toiletten zur Verfügung, ohne dafür Geld zu verlangen. Auch in Schermbeck habe man schnell zahlreiche Geschäftsinhaber gefunden, die Ihre Toilette gerne öffentlich machen. „Das ist für uns doch eine Selbstverständlichkeit“, lautete der allgemeine Tenor.
„Uns fehlten schließlich nur noch entsprechende Hinweisschilder, die die neuen öffentlichen Toiletten auch kenntlich machen.“ Und auch die waren schnell kreiert. Das Unternehmen Triptrap Außenwerbung gestaltete dem Seniorenbeirat ein Schild, das seit Ende vergangenen Jahres die Fenster zahlreicher Schermbecker Geschäfte ziert und übernahm noch dazu die Kosten dafür. „Wir beteiligen uns gerne an der Aktion“, sagt Ulrich Tritrap. Und in den beschilderten Geschäften darf man nun zur Toilette gehen und zwar ohne dafür zu bezahlen. gk

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