Hier geht es zünftig zu

Die Azubis von Metallbau Zens schmiedeten die zwölf neuen Zunftzeichen für den traditionellen Zunftbaum in Gahlen

Schermbeck - Einen Auftrag der besonderen Art erledigten in den vergangenen Wochen die drei Auszubildenden von Metallbau Zens. In wahrer Handarbeit erstellten sie zwölf Zunftzeichen für den Zunftbaum in Gahlen und stellten dabei nicht nur ihre Muskelkraft unter Beweis.

Angefangen vom Sattler über den Landwirt, Bäcker, Müller, Dachdecker, Maler, Schuster, Schneider, Schreiner, Maurer bis hin zu Barbier und Schmied – für jede Berufskategorie wurde in der Schlosserei ein passendes Symbol geschmiedet. „In jedem Zeichen stecken bis zu zwei Tage Arbeit“, sagt Lehrmeister Ludger Zens. Doch die Azubis Christian Bleier, Tim Pfaffen und Jonas Stegerhoff zeigten nicht nur viel handwerkliches Geschick, sondern auch Kreativität in der Umsetzung. Da erhielt der Schuh des Schusters eiserne Schnürsenkel und der Barbier einen handgetriebenen Teller. „Handgetrieben bedeutet, dass das Metall mit einem Hammer und Kraft in Form gebracht wird“, erklärt Ludger Zens.

Ein halbes Jahr Planung steckt hinter den zwölf traditionellen Zunftsymbolen, die abschließend feuerverzinkt wurden. Nun sollen diesen an dem 15 Meter hohen Zunftbaum an der Kirche in Gahlen angebracht. Bereits morgen, am Samtag, 13. April wird er Zunftbaum bestückt. Eine Breite von 3,5 Meter wird der Baum dann haben und bestimmt nicht nur zum Dorf-Jubiläum zahlreiche Besucher anlocken. Der Zunftbaum hält darüber hinaus eine lange Tradition lebendig, denn schon seit dem 16. Jahrhundert werden Zunftbäume in Westfalen errichtet. gk

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