Kirchhellen - Was erstmals 1994 auf dem Hof Rottmann als Nachbarschaftsfest ausgetragen wurde, geht am 31. August in die achte Runde. Nach vierjähriger Abstinenz heißt es in Hardinghausen wieder „Auf zum Runkelfest“. „Eigentlich feiern wir das Runkelfest im typischen Kirchhellener Dreijahres-Rhythmus, aber im vergangenen Jahr waren fünf von sechs Frauen aus dem Vorbereitungsteam schwanger – da haben wir das Fest kurzerhand verschoben!“, sagt Jutta Stenkamp. Schließlich wird in Kirchhellen auf alles, was nicht niet- und nagelfest ist, geworfen oder geschossen, warum also nicht auch auf eine Runkelrübe. Neun Runkelrüben hängen an einem Seil und müssen durch gezielte Würfe mit hölzernen Geschossen zur Strecke gebracht werden. Die „sinnentleerte“ Zeit zwischen dem Schützen- und Brezelfest musste irgendwie gefüllt werden, dachte sich damals Frank Rottmann und entschloss sich kurzerhand, mit seiner Familie, Freunden und Nachbarn ein eigenes Fest in Hardinghausen zu organisieren. Dass es sich im Laufe der Zeit zu einer festen Kirchhellener Attraktion etablieren würde, daran hatte seinerzeit wohl niemand gedacht. Doch so ist es gekommen. Auch in diesem Jahr wird ein Programm für die ganze Familie geboten mit Hüpfburg, Hau den Lukas, Pilswiegen und Kinder-Schminken. „Das amtierende Königspaar Kathrin I. und Stefan I. freuen sich schon auf ein tolles Fest in nachbarschaftlicher Atmosphäre“, weiß Michael Stappert. Beim Runkelfest können sowohl Männer als auch Frauen die Königswürde selbst erwerfen! gj