Euch schickt der Himmel!

Katholische Jugend Gladbeck hat in mehreren Aktionen bei der 72-Stunden-Aktion des BDKJ mitgemacht und setzt ein Zeichen für gelebte Solidarität

Gladbeck - Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel!“ fand vom 13. bis zum 16. Juni 2013 bundesweit die 72-Stunden-Aktion statt. Junge Leute engagierten sich für das Gute und hatten drei Tage Zeit, ein gemeinnütziges Projekt durchzuführen!
 

Der Start war am Donnerstag, 13. Juni 2013 um 17 Uhr. In Gladbeck fand der gemeinsame Auftakt im Rathaus statt. Schließlich gab es in Gladbeck gleich vier Gruppen mit vier Projekten. Eine davon war die KJG St. Lamberti, die sich 72 Stunden lang um die Bewohner des Caritas-Seniorenzentrums Johannes von Acken kümmerte. Gabriele Holtkamp-Buchholz von der Caritas zeigte sich sehr erfreut über das Engagement der Jugendlichen.

„Als ich von der 72-Stunden-Aktion gelesen habe, dachte ich gleich, dass es doch eine gute Idee sei, wenn die Jugendlichen sich mit den älteren Menschen zusammen tun.“ Am Freitag startete der Tag mit einer Olympiade durch das Außengelände des Seniorenzentrums. Anschließend zogen die Jungen und Alten in die Stadt und lösten gemeinsam ein Bilderrätsel. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Begegnung: zunächst gingen alle gemeinsam auf den Wochenmarkt – für einige Bewohner war es das erste Mal seit langer Zeit, dass sie den Markt besuchten – und danach wurde eine Eisdiele aufgesucht. „Wir können mit unserem Personal diese intensive Begleitung nicht schaffen und freuen uns mit unseren Bewohnern total über das Engagement der KJG'ler.“ Selbstredend gab es auch einen Grillabend mit Gitarrenklängen und Gesang.

Für die Jugendlichen waren diese 72 Stunden eine tolle Erfahrung: miteinander füreinander! „Uns schickt halt der Himmel“, schmunzelten die 14 Kinder und Jugendlichen. Erstmals gab es die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vom 13. bis 16. Juni flächendeckend und bundesweit. In allen 16 Bundesländern und 27 Bistümern und in 272 regionalen Koordinationskreisen hatten sich bereits knapp 3.700 Aktionsgruppen angemeldet. Mit mehr als 170.000 Aktiven war die 72-Stunden- Aktion die bislang größte Jugend-Sozialaktion Deutschlands. Besonders toll war es, dass sich zahlreiche Gruppen spontan auf den Weg gemacht haben, um den Opfern der Flut in Süd- und Ostdeutschland zu helfen. Eine andere Gruppe half einer Familie das gerade abgebrannte Haus wieder aufzubauen. Jugendliche bauen einem fünfjährigen, krebskranken Jungen ein Baumhaus – weil er vom Krankenhaus die Nase voll hat. „Mit Spaß und Engagement werden sie dort anpacken, wo es sonst niemand tut, wo Hilfsbereitschaft oder Geld bislang fehlen. Unsere Motivation ist es, aus dem christlichen Glauben heraus die Welt ein Stück besser zu machen“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. Die kleinste Gruppe bildete übrigens die „Karla Kolumnas“ der PSG Karlsruhe mit vier Personen. Die größte Gruppe organisierte die Christliche Arbeiterjugend „Schäl Sick“ in Köln, die mit knapp 400 Leuten aus Schulen und offenen Einrichtungen eine schäbige Unterführung neu gestaltete. gj

Infos: www.72stunden.de

Zurück