Gladbeck - 20 Frauen und Männer auf eine Drei-Länder-Tour. Vom 3. bis 17. September 2013 ging es von Danzig über Kaliningrad (früher Königsberg) nach Klaipeda (früher Memel). Die Teilnehmer kamen tief beeindruckt von der Reise zurück und berichteten LebensArt von diesem einmaligen Erlebnis.
Zunächst einmal wurde ein Bus mit Anhänger gechartert, der die Radfahrer und Fahrräder von Gladbeck nach Danzig brachte. Bei strahlendem Sonnenschein radelte die Gruppe dann durch die ehemals deutschen Städte Marienburg, Elbing und Frauenburg die Ostseeküste entlang. Nach Überquerung der russischen Grenze wurde die nach dem 2. Weltkrieg in eine sozialistische Musterstadt umgebaute Stadt Kaliningrad erreicht.
Weiter ging es durch nicht mehr bewirtschaftete und teilweise verlassene Ortschaften, manchmal auch auf holperigen Straßen. Die in den Seebädern Swetlowgorsk (Rauschen) und Zelenogradsk (Cranz) noch erhaltenen Gebäude ließen die ehemals prächtige Architektur erahnen. „Bevor wir auf der Kurischen Nehrung die russisch-litauische Grenze überquerten, haben wir noch ein Abstecher zu einem großen Bernsteintagebau bei Palmnicken gemacht“, erzählt Maria Heisterkamp. In Nidda ging es auf die Hohe Düne und zum Thomas-Mann-Haus. Weiter auf der Kurischen Nehrung kamen die Radler nach Juodkrante (Schwarzort), wo die Gruppe den Hexenpfad mit mehr als 80 Holzskulpturen besucht und die vorletzte Nacht im Hotel „Kursiu Kiemas“( Kurischer Hof) verbracht hat.
Am Sonntag traf die Radgruppe nach rund 550 km in Klaipeda ein. Ohne einen Plattfuß auf der gesamten Strecke konnten sie schließlich tags darauf die Fähre in Richtung Kiel erreichen. Von dort ging es mit dem Zug zurück nach Gladbeck. An vielen Orten fanden Führungen und Besichtigungen statt. Übernachtet haben die begeisterten Radfahrer in Hotels und das Gepäck wurde mit dem Taxi vorausgeschickt. Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es in gemütlicher Runde oft bis spät in den Abend hinein viel zu erzählen und zu lachen. Alle Radfahrer waren begeistert von dieser durch Heinrich Praß gut organisierten Radreise.
Im nächsten Jahr – so ließ er verlauten – wird er wieder etliche Fahrten in verschiedene Länder anbieten. Für viele der Teilnehmer, die schon seit Jahren mit Heinrich Praßs Radreiseunternehmen fahren, ist es mit Sicherheit noch lange nicht die letzte Radtour gewesen. gj
Info unter: www.radreisen-gladbeck.de