Kirchhellen - Endpunkt und Neuaufbruch – so nennen es die Verantwortlichen des Jugendhilfevereins Philipp Neri, denn auch wenn die umstrittene Jugendhütte abgebaut wird, wird der Verein seine wichtige Arbeit weitermachen.
Dr. Andreas Hautkappe, der Vorsitzende des Jugendfördervereins Philipp Neri e.V.: „Anfang November schließen wir die Hütte – sie wird abgebaut. Aber dies ist nur die eine Hälfte einer wichtigen Neuorientierung“. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Bottrop war seit längerem in den Entscheidungsprozess des Vereins involviert und gemeinsam wurde nach einer Lösung gesucht, die den Jugendlichen, die die Hütte regelmäßig aufsuchen, gerecht wird. „Wir schließen die Hütte, aber wir beenden nicht die Aufsuchende Jugendarbeit. Die Hütte fordert mehr personellen Einsatz, als der Verein das leisten kann. Dafür gibt es jetzt mehr Präsenz im Dorf“, fasst Dr. Andreas Hautkappe zusammen.
Das heißt, auch zukünftig wird die pädagogische Fachkraft des Vereins, Michaela Huwe, durchs Dorf streifen und die Jugendlichen, die sich dort an den unterschiedlichen Plätzen aufhalten, aufsuchen. Und zwar unter dem Namen Philipp Neri und mit finanziellem Zuschuss der Stadt. Das pädagogische Prinzip, das dahinter steht, beinhaltet vier Prinzipien: die Orientierung am Willen der Jugendlichen, die Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe, die Konzentration auf die Ressourcen (und nicht auf die Defizite) der Jugendlichen und des Sozialraumes, in dem die Jugendlichen und alle Kirchhellener leben, sowie die Arbeit mit der Zielgruppe und bereichsübergreifende Netzwerkarbeit. „Danken möchten wir allen, die in den vergangenen Jahren mit und an der Hütte beteiligt waren – Unterstützern, Handwerkern, Hüttenpaten und –schließern, den Jugendlichen, Sponsoren und Nachbarn“, ergänzt Dr. Andreas Hautkappe. gj