Was schenken wir?

Spielzeug steht ganz oben auf der Geschenkeliste, doch was können wir eigentlich ohne Bedenken schenken?

Kirchhellen - Weihnachtszeit ist Spielzeugzeit! Doch von Jahr zu Jahr wird es schwieriger, bei der Vielzahl an Neuheiten im Spielzeugdschungel den Überblick zu bewahren. Das richtige Geschenk für den Nachwuchs zu finden, das auch noch nach Silvester mit leuchtenden Kinderaugen gespielt wird, ist keine leichte Aufgabe.
 

Die Verbraucherberatung NRW empfiehlt, sich auf die eigene Nase zu verlassen. „Alles, was chemisch oder unangenehm riecht, besser meiden! Ein strenger Geruch weist darauf hin, dass das Spielzeug noch Stoffe ausdünstet. Lösemittel in Farben und Lacken lassen sich oft schon am Geruch erkennen. Parfümiertes Spielzeug birgt ein unnötiges Risiko. Oder aus zweiter Hand kaufen, denn Secondhand-Spielzeug ist eine gute Alternative zu Billigprodukten und häufig auch die schadstoffärmere Lösung. Außerdem ist Spielzeug mit einem zweiten Leben oft erheblich günstiger, spart Ressourcen und schont die Umwelt.

Die Grafenwälderin Nadine Müller, Gründerin der Premini Spielzeugberatung und Mitglied in der „Toy Award“-Jury empfiehlt unsicheren Eltern, Großeltern, Paten oder Freunden, auf die gängigen Gütesiegel zu achten. „Die Testberichte verunsichern zusätzlich. So ist umso dringlicher darauf zu achten, dass man sich im guten Fachgeschäft beraten lässt und auf die etablierten Qualitätssiegel achtet, wie z.B. das GS-Zeichen für TÜV-geprüfte Sicherheit, Öko Tex Standard 100 für Textilqualität ohne Giftstoffe, das VDE-Gütesiegel für elektrische Sicherheit oder das TOX-PROOF für schadstoffarme Produkte“, sagt Nadine Müller. Bei der Wahl der Geschenke ist auf den Spieltypen des Kindes zu achten, ein wilder Wirbelwind erfreut sich über andere Dinge als der geduldige Forscher.
 

Spielzeuge, die dieses Jahr schon viele der 700 Premini-Spielzeugtester begeistert haben, sind: Die neuen Baustellenfahrzeuge oder der Ponyhof von Playmobil, das Lego-Bergwerk und das LegoFriends-Traumhaus, die SIKU-Racing Autorennbahn, die Murmelbahn von HABA mit spannenden Zusatzbauteilen und tolle Gesellschaftsspiele wie „HANABI“ von Abacus (das Spiel des Jahres 2013), „Mucca Pazza“ von Zoch, „Boom Boom Ballon“ von Schmidt Spiele oder für die ganz Kleinen „Meine fünf Ballons“ von Amigo. „Hier ist der Spielspaß nachhaltig“, weiß die Spielzeugexpertin. Weitere Informationen auf www.premini.de.

Aber auch die Herkunft der Produkte sollte beachtet werden. Egal ob Stoffpuppen, Modellautos oder Plastikmonster: Rund zwei Drittel der Spielwaren auf dem deutschen Markt stammen aus der Volksrepublik China, in der EU insgesamt sind es sogar 86 Prozent. Ausschlaggebend dafür ist ein einziger Grund: der Preis. In den letzten Jahren geriet chinesisches Spielzeug außerdem immer wieder wegen gefährlicher Inhaltsstoffe und mangelhafter Produktsicherheit in die Schlagzeilen. Außerdem werfen Nichtregierungsorganisationen den Unternehmen der Branche seit langem menschenunwürdige Arbeitsbedingungen vor, die gegen internationale Sozialstandards und das chinesische Arbeitsgesetz verstoßen. Ein breites Bündnis an Hilfsorganisationen hat unter dem Namen „fair spielt“ auf die Arbeitsbedingungen in der Spielzeugindustrie hingewiesen und eine Liste mit Firmen, die sich transparent zeigen ins Internet gestellt. www.fair-spielt.de. gj

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