Kirchhellen - Advent und Weihnachten sind Hochzeiten für Spendensammler: In Fußgängerzonen, an Haustüren, per Brief, Fernsehen und Internet werben sie um milde Gaben. Da ist es oftmals nicht leicht, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Seit einigen Jahren liegt es im Trend, beim Kaufen eines Produktes die Spende gleich mit abzugeben. Unter dem Motto „Wer sendet der spendet“ unterstützt beispielsweise die Hermes Logistik Gruppe für jede mit Hermes verschickte Privatsendung zwei Cent an die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“. Anders ist es, wenn die Waren, die gekauft werden, gleichsam ein Projekt darstellen. Das ist im Fairen Handel der Fall. Wer im Weltladen Kaffee, Tee oder Schokolade kauft, unterstützt die Produzenten direkt. Denn Importorganisationen wie GEPA oder El Puente arbeiten ausschließlich und zu 100 Prozent im Fairen Handel. Sie fördern die Hilfe zur Selbsthilfe bei den Partnerorganisationen.
Für Spenden, die in akuten Fällen in Katastrophengebiete gehen, ist die Aktion Deutschland hilft – das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen wie Misereor, Brot für die Welt, AWO, Malteser, action medor oder der paritätische Wohlsfahrtsverband – eine gute Adresse. Die Organisationen haben jahrelange Erfahrung, wie schnell und direkt geholfen werden kann. Einzelauskünfte über Spendenorganisationen kann man beim DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) anfordern. Das DZI-Siegel bestätigt, dass die Organisation transparent arbeitet und Standards einhält.
Manchmal ist der gesunde Menschenverstand genau richtig – wenn das Bauchgefühl nicht stimmt, sollte man von einer Sach- oder Geldspende Abstand nehmen. Spenden an regionale Organisationen sind meist mit einem konkreten Verwendungszweck ausgezeichnet, der bei Nachfrage überprüfbar ist. Auch hier kann der eine oder andere Euro getrost abgegeben werden. Denn wie heißt es so schön? „Geben ist seliger als Nehmen!“ gj