Schule in Kenia statt Präsente in Deutschland

Die Steuerberaterin Barbara von Trümbach unterstützt seit 2005 eine Schule in Kenia und freut sich dabei über die Unterstützung durch ihre Mandanten

Kirchhellen - Wein, Pralinen oder Kalender? Womit kann man den Mandanten zu Weihnachten bloß eine Freude machen? Diese Frage stellte sich auch Barabara von Trümbach vom gleichnamigen Steuerbüro jedes Jahr aufs Neue. Bis sie sich dazu entschied, das Geld für Weihnachtspräsente lieber in eine Schule in Kenia zu investieren. Eine gute Idee, denn mittlerweile konnte mit dem Geld so einiges erreicht werden, wie sie Mitte Februar präsentierte.
 

„Ich möchte meinen Mandanten und allen Unterstützern einmal zeigen, was mit den Spenden passiert“, sagt Barbara von Trümbach. Und so zeigte sie am Valentinstag in ihrem Steuerbüro eine bunte Auswahl an Bildern von der Kamariny Primary School und den Veränderungen, die hier in den vergangenen Jahren stattgefunden haben. Denn die kenianische Schule im grünen Herzen des Landes existiert auch, weil Barabara von Trümbachs Mandanten in Deutschland auf Pralinen, Wein und Co. verzichteten, um 5.700 Kilometer entfernt bleibende Werte zu formen.

Die Idee zu diesem Projekt kam der Kirchhellenerin auf einer Urlaubsreise. Mit ihrem Mann – einem begeisterten Gleitschirmflieger, der das Land Kenia aus sportlicher Sicht sehr zu schätzen weiß – kam sie 2005 erstmals in diese Region, deren Menschen sie seitdem nicht mehr losließen. Sie warf nicht nur einen Blick auf die schönen Touristenorte, sondern auch dahinter und sah dabei auch manche unerträglichen Zustände. Unter anderem war schnell klar, dass die Schule hier dringend finanzielle Unterstützung brauchte. Mit der Hilfe eines belgischen Hoteliers vor Ort fließt seitdem das Kirchhellener Geld immer dann, wenn Material für den Schulausbau gebraucht wird. „Wir spenden also an keine Hilfsorganisation, sondern sind eine private Initiative. Das Geld gelangt eins zu eins direkt in die Schule.“ Rund 8.000 Euro in den vergangenen Jahren. Geld, mit dem vor Ort sehr viel bewirkt werden konnte.
 

Ob Baumaterial oder Kabel, selbst Kühe hat Barbara von Trümbach schon vom Weihnachts-Budget bezahlt. „Das mit den Kühen hat einen doppelten Effekt. Zum einen wird so die Wiese vor der Schule beweidet. Die Milch der Kühe wird außerdem weiter verkauft. Von diesen Einnahmen können weitere Dinge gekauft werden“, sagt Barbara Trümbach. Dadurch macht sich die Schule finanziell auch ein Stück weit unabhängig. Mittlerweile grasen vier Kühe und ein Bulle auf der Schulwiese. „Die ersten beiden Kühe haben wir sogar getauft. Wilma und Erna heißen sie und der Bulle heißt Karl“, sagt Barbara von Trümbach mit einem Lachen. Und wenn wieder einmal ein Kälbchen geboren wird, dann ist die Freude groß. „Natürlich können wir nicht alle behalten, aber auch der Verkauf der Kälber bringt der Schule ein wenig Geld ein.“

Mittlerweile gehen rund 450 Kinder aus den umliegenden Orten in die Kamariny Primary School. Neuerdings auch mit elektrischer Energie. „Das ist unser jüngstes Projekt, wir haben alle Klassenräume mit Strom ausgestattet.“ Im Dezember vergangenen Jahres konnte sich Kirchhellenerin selbst von dem Erfolg dieser Maßnahme überzeugen. „Jetzt kann hier noch besser gelernt werden.“
Natürlich freut sich Barbara von Trümbach über weitere Spenden. Nähere Informationen zu dem Projekt erhalten Sie direkt im Steuerbüro an der Bottroper Straße 15 oder telefonisch unter (02045) 409166. gk

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