Kleiner Pikser für den guten Zweck

Kirchhellener Blutspendemarathon geht in die zweite Runde – Am 9. Mai geht es im Brauhaus darum, Leben zu retten und möglichst viele Blutspender zu mobilisieren

Kirchhellen - Blutspenden ist so wichtig und notwendig wie nie zuvor, denn die Vorräte an Blutkonserven sind weiterhin knapp. Hinzu kommt, dass wenige junge Menschen Blut spenden. „Wir stellen immer mehr fest, dass die Altersstrukturen der Blutspender alterslastig sind und der Nachwuchs zahlenmäßig nicht in dieser Stärke nachkommt“, sagt Herbert Appelmann, stellvertretender Vorsitzender des DRK Ortsvereins Kirchhellen. Deshalb sind gerade die Erstspender beim 2. Kirchhellener Blutspendemarathon zur Teilnahme aufgerufen.
 

Am 9. Mai von 15 bis 20 Uhr findet der Blutspende-marathon im Brauhaus statt und alle Kirchhellener, die mindestens 18 Jahre alt sind, sind zur Teilnahme eingeladen. Denn es geht nicht nur darum, etwas Gutes zu tun, sondern auch darum, die Pokale erneut nach Kirchhellen zu holen. Radio Emscher Lippe initiert das Ereignis, bei dem der DRK Ortsverein Kirchhellen im Wettstreit mit den drei DRK Organisationen aus Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop liegt. Der Radiosender wird den ganzen Tag live über das Ereignis berichten und das Werben um Blutspender für diese Veranstaltung mit zwei Pokalen honorieren: Einen Pokal für die meisten Blutspender im Verhältnis zur Einwohnerzahl und einen Pokal für die meisten Erstspender. Aus dem 1. Kirchhellener Blutspende-Marathon im Jahr 2012 ging das Dorf als strahlender Sieger hervor und konnte sich gleich beide Pokale sichern.

Herbert Appelmann hofft, dass sich auch bei diesem Mal wieder so viele Erstspender und bereits aktive Spender finden werden. „Beim letzten Mal waren die Spenderzahlen großartig. Das würden wir natürlich gerne wieder erreichen. Wir hatten vor zwei Jahren einen wahnsinnigen Zulauf, so dass eine Menschenschlange vor dem Brauhaus stand“, sagt Herbert Appelmann. Um den Spendewilligen in diesem Jahr ein zu langes Schlange stehen zu ersparen, hat sich der DRK Ortsverein Kirchhellen gut vorbereitet. 

Deshalb werden sich beim diesjährigen Blutspendemarathon zwei Teams des DRK Blutspendedienstes West aus Münster um die Spender kümmern. 2012 war es nur ein Team. Das bedeutet, bei diesem Marathon werden auch mehr Liegen zur Verfügung stehen und ein zusätzlicher Arzt wird für die vorab nötigen Gespräche zum Gesundheitszustand der Spender bereit stehen. Denn nun kümmern sich vier Ärzte um die Freiwilligen. 2012 waren es nur drei. „Wir möchten die Schlangen vor den Entnahmestellen und vor dem Arzt verkürzen“, erklärt Herbert Appelmann.

Und die vorherige Untersuchung und das Gespräch mit dem Arzt sind wichtig, denn hierbei wird die Spendefähigkeit eines Freiwilligen festgestellt. Damit Blut gespendet werden darf, müssen zum Schutz des Spenders, aber auch zum Schutz des Empfängers verschiedene Kriterien erfüllt werden. Grundsätzlich sind Blutspenden ab 18 Jahren möglich. Die Altersgrenze ist nach oben hin mittlerweile offen, wenn die Erstspende vor dem fünfundsechzigsten Lebensjahr erfolgt ist. Wichtig für alle Spender ist, dass sie mindestns 50 Kilogramm wiegen, einen stabilen Blutdruck haben und sich gesund fühlen. Außerdem sollte vor der Blutspende ausreichend gegessen und getrunken werden und es sollte innerhalb der vergangenen zwölf Stunden kein Alkohol konsumiert worden sein. Die Spender sollten in den letzten vier Monaten weder gepierct noch tätowiert worden sein und auch keine größeren Operationen gehabt haben. Mitbringen sollten die Freiwilligen ihren Personalausweis und falls vorhanden ihren Blutspendeausweis.

„Vor zwei Jahren haben 247 Blutspender und 112 Erstspender im Brauhaus an der Blutspende teilgenommen und wir hoffen, dass es bei diesem Mal auch so viele werden“, sagt Herbert Appelmann. Auf die Teilnehmer wartet als Dankeschön ein kleines Präsent und Geburtstagskinder werden besonders geehrt. Also – Termin vormerken und den kleinen Pikser für den guten Zweck in Kauf nehmen. Denn „es tut auch gar nicht weh“, weiß Herbert Appelmann und der spricht aus Erfahrung. Zahlreiche Blutspenden hat er selbst schon hinter sich und auch bei dem Blutspendemarathon wird er dabei sein und hofft, dass es ihm viele gleich tun. go

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