Olympia ruft!

Reiter und Voltigierer des Rotthoffs Hofs nehmen an den Special Olympics teil, den nationalen Olympischen Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung

Kirchhellen - Die Reiter und Voltigierer des Rotthoffs Hofs fiebern ihrem bisher wichtigsten Turnier entgegen. Denn vom 19. bis zum 23. Mai geht es für sie nach Düsseldorf zu den Special Olympics Deutschland, den nationalen Olympischen Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung.

„Das Besondere an den Special Olympics ist, dass es nicht unbedingt nach dem Leistungsprinzip geht“, sagt Michael Horst vom Diakonischen Werk. „Jeder bekommt die Chance diese Erfahrung zu machen.“ Das bedeutet aber nicht, dass die Reiter und Voltigierer nicht ehrgeizig wären. „Ich glaube, ich kann Platz eins bis drei erreichen“, sagt Kathrin Schulz, Teilnehmerin im Dressur- und Geschicklichkeitsreiten.
Und trotz Ehrgeiz lautet hier die Devise: „Dabei sein ist alles“. Denn „unsere Reiter und Voltigierer sind zwar ehrgeizig und möchten eine Platzierung erreichen, aber wenn es dann doch nicht klappt, sind sie auch nicht traurig“, sagt Michael Horst. Ein bis zwei Mal pro Woche trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Rotthoffs Hof zur Zeit, um bestens vorbereitet zu sein. Unterstützt werden sie dabei von den Trainerinnen Sabine Ridderskamp und Hanna Jaschek. Und der Sport und die Teilnahme an so einem bedeutenden Wettkampf haben einen sehr positiven Effekt. „Sport ist ein ideales Medium, um Menschen mit geistiger Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. Die Begeisterung für sportliche Leistungen hebt die Grenzen der Behinderung auf, lässt die Menschen mit Behinderung in die Mitte unserer Gesellschaft treten. Der sportliche Wettbewerb schafft die notwendige Motivation und das Selbstbewusstsein, um den Alltag zu meistern“, weiß Trainerin Sabine Ridderskamp. Alle Kirchhellener sollten den Reitern auf jeden Fall kräftig die Daumen drücken. go

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