Gladbeck - Beim diesjährigen Sommerfest des Bürgermeisters am Kotten Nie stand auch das Ehrenamt wieder im Fokus. Die Rheinisch Westfälische Wasserwerksgesellschaft RWW und LebensArt vergaben in diesem Rahmen ihre Auszeichnungen an die Gewinner der Aktion „Menschen machen's möglich“, bei der Gladbecker für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt wurden. Bürgermeister Ulrich Roland betonte, wie wichtig das Ehrenamt für die Stadt Gladbeck ist: „Alle Nominierten des Wettbewerbs „Menschen machen's möglich“ tragen dazu bei, dass in unserer Stadt Vieles möglich ist. Unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs ist das Engagement eines jeden von Ihnen für unsere Stadt unverzichtbar.“
Die Gäste folgten der Einladung des Bürgermeisters zahlreich und feierten mit der Stadtspitze ein fröhliches Sommerfest mit gemeinsamem Singen, einem leckeren Salatbuffet und Gutem vom Grill. Getrübt wurde diese Freude allerdings durch das Fehlen von Rolf Kauls, dem kurz zuvor verstorbenen Vorsitzenden des Seniorenbeirates. „Rolf Kauls fehlt! Er wäre heute natürlich bei uns gewesen: Rolf, wir denken an Dich!“, sagt Bürgermeister Ulrich Roland. Ebenso wie die Nominierten der Aktion „Menschen machen's möglich“, war Rolf Kauls in Gladbeck ehrenamtlich engagiert. Bürgermeister Ulrich Roland nutzte das Sommerfest, um allen ehrenamtlich tätigen Gladbeckern für ihre Zeit, ihre Mühe und ihr Engagement zu danken. „Gladbeck wäre ohne Sie, ohne Ihren Einsatz, nicht die Stadt, die wir kennen, in der wir gerne leben, die wir lieben“, sagte Ulrich Roland.
Fünf nominierte Gladbecker wurden beim Sommerfest für ihr Engagement besonders ausgezeichnet und als Preisträger des Wettbewerbs „Menschen machen’s möglich“ geehrt. Die drei Hauptgewinner erhielten jeweils einen Geldbetrag in Höhe von 1.000 Euro für „ihren“ Verein. Dr. Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer der RWW, überreichte die Auszeichnungen sowie die Schecks an die Gewinner: Agnes Allkemper ist eine Gewinnerin.
„Sie ist seit rund zwei Jahrzehnten unverzichtbares Mitglied des Kotten-Teams, seit 14 Jahren im Vorstand, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Besonders am Herzen liegen ihr die Kindersonntage und die Sommerveranstaltungen“, lobte Bürgermeister Ulrich Roland die engagierte Gladbeckerin. Agnes Allkemper sorgte für Überraschung und Freude. „Ich möchte die Hälfte der 1.000 Euro an die beiden Nominierten abgeben, die heute nicht gewonnen haben, denn wir haben es alle verdient“, erklärt sie. Gerechnet hatte sie nicht damit zu gewinnen, aber für den Fall, dass sie ein Preisgeld erhalten sollte, hatte sie mit dem Vorstand abgeklärt, das Geld zu teilen. Für diese große Geste erntet Agnes Allkemper viel Bewunderung und auch die Dankbarkeit von Ulrike Lenz, die sich ehrenamtlich im ambulanten Kinder- und Jugendhospiz Emscher-Lippe engagiert, und Christoph Krumscheid, der ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender des Fördervereins der Regenbogenschule in Gladbeck ist. Beide dürfen sich nun zusätzlich zu ihren Anerkennungspreisen über jeweils 250 Euro für ihren Verein freuen. Über das Preisgeld von 1.000 Euro darf sich außerdem Gudrun Müller freuen, die darüber besonders glücklich ist, denn „das ist auch eine Wertschätzung für das noch sehr neue Projekt und zeigt, dass es anerkannt wird.“ Gudrun Müller initiierte als ehrenamtliche Mitarbeiterin der AWO das trägerneutrale Projekt „Patientenbegleitung in Gladbeck“, bei dem älteren Menschen bei den oft schwierigen Übergängen von zuhause in das Krankenhaus und wieder zurück geholfen wird.
Ebenfalls mit einem Preisgeld von 1.000 Euro ausgezeichnet wurde Bettina Normann, die sich mit ihrem Verein „Lebenswerter wohnen Luftschacht e.V.“ für ein gutes Miteinander im Stadtteil Ellinghorst und für Geselligkeit und Nachbarschaftshilfe einsetzt. „Mit ihrem Engagement trägt sie ganz entscheidend zum ausgeprägten „Wir-Gefühl“ in Ellinghorst bei“, lobte der Bürgermeister. Dr. Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer der RWW und Gabriele Knafla, Redaktionsleiterin der LebensArt sind sich einig, dass dieser Wettbewerb auch in Zukunft das Ehrenamt auszeichnen soll. go