Gladbeck - Nicht nur die Sommerferien haben Anfang Juli in unserem Bundesland begonnen. Im Juli sind auch einige neue Regelungen in Kraft getreten und diese bringen für viele eine schöne Überraschung.
Rente
Gute Nachrichten für alle Rentner und das sind in Deutschland etwa 20 Millionen. Für all diese gibt es ab sofort mehr Geld. Die Rente steigt um 1,67 Prozent in den alten Ländern und um 2,53 Prozent in den neuen Ländern. Das hängt damit zusammen, dass die Löhne und Gehälter im Jahr 2013 ebenfalls gestiegen sind. Seit Ende der 1950er Jahre ist die Rente nämlich an die Entwicklung von Löhnen und Gehältern gekoppelt. „Dadurch nehmen die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland an der wirtschaftlichen Entwicklung teil“, heißt es von Seiten der Bundesregierung. Die Versicherten in der Alterssicherung der Landwirte profitieren übrigens ebenfalls von diesen Leistungsverbesserungen.
Auch für Mütter, langjährig Beschäftigte und Menschen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind, bietet die Rente nun Verbesserungen. Bei der so genannten „Mütterrente“ bekommen Mütter oder Väter für ihre Erziehungsleistung einen Entgeltpunkt in der Rente mehr (das macht im Westen 28,61 Euro, im Osten 26,39 Euro monatlich). Dies gilt aber nur für Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden.
Und, wer 45 Beitragsjahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, der kann nun schon mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen.Doch nicht zu früh gefreut, denn das neue Gesetzt gilt nur für die Jahrgänge 1951 und 1952. Alle anderen können erst mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen.
Gesundheit
Gesundheit ist das höchste Gut und daher wird das Budget hier noch einmal gehoben und das sogar rückwirkend für das gesamte Jahr. Um 100 Millionen Euro steigt das Budget für Reha-Maßnahmen. Die Bundesregierung will damit vor allem den Arbeitnehmer ab 45 etwas gutes tun. Reha vor Rente lautet die Devise. Ziel ist es, möglichst viele vor der Erwerbsminderung durch gesundheitliche Einschränkungen zu schützen.
Handygebühren
Wer aus dem Urlaub eine kurze Grußnachricht nach Hause schicken oder kurz seine liebsten persönlich über Sonne, Strand und Meer berichten möchte, der darf sich freuen, denn die Handygebühren sinken erneut und das in der gesamten EU. Daher wird es für alle Verbraucher billiger im europäischen Ausland zu telefonieren, im Internet zu surfen, Fotos vom Strand zu verschicken oder auch E-Mails abzurufen.
Schuldentilgung
Ein schneller Weg führt seit dem 1. Juli 2014 für verschuldete Verbraucher aus der der Privatinsolvenz. So ist es nun möglich, die Privatinsolvenz von sechs auf drei Jahre zu verkürzen. Dies hängt allerdings von der Tilgungsleistung des Schuldners ab. „Wenn der Schuldner mindestens 35 Prozent der offenen Forderungen tilgt und die Verfahrenskosten bezahlt, verringert sich die Dauer der "Wohlverhaltensperiode" von sechs auf drei Jahre“ - heißt es von Seiten der Bundesregierung.
Energie
Sparsamer sollen Kühl- und Gefrierschränke werden. Daher müssen alle Geräte, die neu in den Handel kommen, mindestens die Energieklasse A+ vorweisen. Damit lässt sich nicht nur Energie, sondern bares Geld sparen. Letztlich schonen die Geräte aber nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
Verkehr
Nun ist es nicht nur gut eine Warnweste im Auto mitzuführen, sondern nun wird es zur Pflicht.
Seit dem 1. Juli 2014 muss in jedem Fahrzeug eine Warnweste vorhanden sein. Dabei genügt eine Weste pro Wagen. Um diese im Fall des Falles schnell zur Hand zu haben, ist es ratsam, die Warnweste nicht im Kofferraum des Autos, sondern im Handschuhfach oder den Türfächern aufzubewahren. Übrigens, auch das ist in einigen europäischen Ländern schon Pflicht. gk