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Ja zur Sekundarschule!?

Die Befragung der Eltern der Zweit- und Drittklässler zeigt, dass eine Sekundarschule in Kirchhellen wohl entstehen kann – Vorlage in der Ratssitzung nach der Sommerpause

Kirchhellen - „Soll ich mein Kind auf die Sekundarschule schicken?“, eine Frage, die sich derzeit viele Kirchhellener Eltern stellen. Bei der Elternbefragung der Stadt zu diesem Thema wurden sie nun ganz konkret gefragt, ob sie ihr Kind nächstes Jahr an der neuen Schule anmelden würden und konnten mit ja, eher ja, eher nein oder bestimmt nicht antworten.
 

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Über 50 Prozent der Eltern aller Bottroper Zweit- und Drittklässler nahmen an der Befragung der Stadt teil.
Foto: © Tim Reckmann / pixelio.de

„Wir sind mit dem Rücklauf zu dieser Befragung sehr zufrieden“, sagt Paul Ketzer, Erster Beigeordneter der Stadt Bottrop. Insgesamt wurden 2.057 Fragebögen (982 Fragebögen für die Zweitklässler und 1.075 Fragebögen für die Drittklässler) in Bottrop und Kirchhellen verteilt. Mehr als 50 Prozent aller Eltern haben sich an der Befragung beteiligt. „Das ist eine Zahl, die wir für aussagekräftig halten“, sagt Paul Ketzer. Von den Eltern mit Kindern in der zweiten Klasse stimmten insgesamt 33 Prozent mit „ganz bestimmt“ und ebenfalls 33 Prozent „eher Ja“ für den Besuch einer Sekundarschule. Bei den Drittklässern haben sich insgesamt 37 Prozent der Eltern für den möglichen Besuch einer Sekundarschule ausgesprochen und 25 Prozent zu einem ganz bestimmten. „Das heißt, dass wir wohl die erforderte Mindestanzahl von 75 Schülern erreichen“, sagt Paul Ketzer. Denn die Errichtung einer Sekundarschule in Kirchhellen zum Schuljahr 2015/2016 kann nach den Vorschriften des Schulgesetzes nur dann erfolgen, wenn mindestens 75 Schülerinnen und Schüler für diese Schulform angemeldet werden. „Ich hatte dahingehend nie Befürchtungen, dass wir etwa diese Zahl nicht erreichen könnten“, sagt Paul Ketzer und merkt an, dass man im Vorfeld sehr sachlich über die neue Schulform informiert habe.

Im Vorfeld der Elternbefragung zur Gründung der Sekundarschule wurden alle Eltern der Zweit- und Drittklässler des laufenden Schuljahres zu Informationsveranstaltungen eingeladen. Insgesamt wurden in den Monaten Mai und Juni drei Veranstaltungen durchgeführt, in denen Eltern das pädagogische Konzept der neuen Schule vorgestellt wurde. Nach diesen Informationsveranstaltungen hat der Fachbereich Jugend und Schule über die Schulen allen Eltern der Zweit- und Drittklässler einen Fragebogen zugeleitet, dessen Ergebnis nun eben vorliegt. Nun wird aufgrund dessen ein Richtungsbeschluss verfasst, der nach der Sommerpause dem Rat und dem Schulausschuss vorgelegt werden soll. „Dann folgt der Antrag bei der Bezirksregierung“, erläutert Paul Ketzer das weitere Verfahren.
 

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Bevor die Eltern an der Befragung der Stadt teilnehmen konnten, gab es mehrere Informationsveranstaltungen.
Foto: Jana Golus

Spätestens zum Ende des Jahres soll es für die Eltern dann noch einmal konkretere Informationen geben. „Dann werden die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe noch einmal an die Schulen gehen und auch Details erläutern. Möglicherweise hat die neue Schule dann auch schon ein Gesicht, denn wir hoffen, dass bis dahin der Rektor der Schule feststeht.“

Danach folgt Anfang Februar 2015 ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für die Sekundarschule gegenüber den anderen Bottroper Schulen. Dabei wird es dann auch ernst, denn dann muss die Mindestanzahl an Schülern definitiv erreicht werden. Aus diesem Grund gibt es auch dieses vorgezogene Anmeldeverfahren, denn sollte die Sekundarschule trotz aller Tendenzen nicht gegründet werden, so besteht für die Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder an den anderen Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien in Bottrop, Dorsten oder Gladbeck anzumelden. gsk

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