Danke fürs Mitfeiern

Das Schützenkönigspaar erzählt im Interview, wie es das Schützenfest erlebt hat

Kirchhellen - „Und das Volk... jubelt“ – vier Tage klang dieser „Schlachtruf“ Anfang September durch das Dorf.
Denn vier Tage lang wurde hier ein Schützen- und Brezelfest gefeiert, das seines Gleichen sucht. Wer das Fest der Feste zum ersten Mal besucht hatte, der kam aus dem Staunen kaum heraus. Und auch alle „Alteingesessenen“ erlebten wieder einmal eine berauschende Feier, bei der auch ein neues Schützenkönigspaar gekrönt wurde. Johannes Miermann konnte sich gegen seine Konkurrenten um die Königsehre durchsetzen und machte dem Schützenvogel „Horst” den Garaus.
Als seine Königin wählte er Hildegard Heisterkamp. Jetzt hieß es für das neue Königspaar erst einmal feiern und das Schützenvolk und ganz Kirchhellen feierte gerne mit.
Im Gespräch mit Lebensart-regional.de erzählen der neue Schützenkönig Johannes II. Miermann und seine Königin Hildegard I. Heisterkamp von ihren spannenden Erlebnissen beim Schützenfest.
 

War es immer schon ein Traum von Ihnen einmal Schützenkönig zu werden?

Johannes Miermann:
Nein. Eigentlich habe ich immer meinen Job als Oberst sehr gerne ausgeübt und König musste ich nicht unbedingt sein. Aber da ich jetzt seit 21 Jahren Oberst bin, fand ich, dass es an der Zeit ist, den Hut zu nehmen und zurückzutreten und mit der Königswürde scheidet man dann auch als Oberst aus.

Dann kam dieser Entschluss König zu werden also spontan?

Johannes Miermann:

Ich bin bereits vor drei Jahren gegen Jörg Noltenhans als Königsanwärter angetreten und da war es die logische Konsequenz, es in diesem Jahr noch einmal zu versuchen.

Hildegard Heisterkamp:
Also bei mir war es auch kein Kindheitstraum einmal Königin zu sein. Ich habe zwar immer gerne das Fest gefeiert, aber nie daran gedacht einmal Königin zu werden. Aber dann hat Johannes mich gefragt, ob ich seine Königin werden würde. Nach Absprache mit meinem Mann habe ich gerne ja gesagt.

Wie war der Moment, als der Vogel fiel und Sie wussten, dass Sie jetzt König sind?

Johannes Miermann:
Für mich war das nichts ganz Neues, weil ich es als Oberst immer hautnah erlebt habe. Aber es ist schon ein ganz anderes Gefühl, wenn man auf den Schultern der Offiziere ins Zelt getragen wird und einem Tausende von Leuten zujubeln. Da bekommt man schon eine Gänsehaut.

Hildegard Heisterkamp:
Wenn man selber plötzlich zur Hauptperson wird, ist das schon sehr aufregend. Wir möchten uns bei den Kirchhellenern bedanken, dass sie mit uns dieses Fest so wunderbar gefeiert haben. Das ist eine irre Stimmung, die da rüber kommt und das geht nur im Verbund. Außerdem ist es generationsübergreifend und Jung und Alt kommen super miteinander aus. Das ist besonders schön.
 

Haben Sie sich im Voraus irgendwie darauf vorbereitet?

Johannes Miermann:
Wir sind in der Woche vorm Fest gemeinsam mit unseren Ehepartnern nach Kevelaer gefahren und haben eine Kerze angezündet.

Hildegard Heisterkamp:
Für gutes Wetter.

Johannes Miermann:
Genau. Für gutes Wetter und für gutes Gelingen.

Hildegard Heisterkamp:
Man denkt dann schon vorher, es sollte nichts mehr schief gehen. Bloß nicht krank werden.

Johannes Miermann:
Ich habe mir kurz vor dem Fest dann trotzdem einen Grippevirus eingefangen und ab Sonntag Morgen ging es mir dann ziemlich schlecht. Ich habe mich selten so mit Medikamenten über die Schützenfesttage gerettet wie in diesem Jahr.

Wird das nächste Schützenfestzelt möglicherweise auf einem Ihrer Felder aufgebaut?


Johannes Miermann:
Nein, das steht für mich nicht zur Debatte. Wir sollten als Schützengesellschaft das Zelt auf jeden Fall in der Dorfmitte belassen. Mein Wunsch wäre es vielleicht, den Platz ein wenig umzugestalten, auf dem das Zelt steht. Denn ich denke es ist Platz genug, um das Fest möglichst volksnah im Ortskern zu belassen.

Das Schützenkönigspaar freut sich nun auf ihre dreijährige Regentschaft. Das LebensArt-regional-Team wünscht ihm viele schöne Erlebnisse und eine spannende Zeit.

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