Kirchhellen - „Die Bezirksregierung hat unseren Antrag auf Einrichtung einer Sekundarschule positiv entschieden und diesen nun an das Schulministerium weitergeleitet“, sagt Karl Trimborn, Fachleiter für den Bereich Jugend und Schule beim Pressegespräch zum Thema Sekundarschule. Nun soll es mit großen Schritten vorangehen, damit die Sekundarschule im kommenden Sommer starten kann.
Zunächst soll daher ein Beauftragter ernannt werden. „Das ist noch nicht der künftige Schulleiter, sondern jemand, der der Schule vorübergehend ein Gesicht gibt und zum Beispiel auch das Anmeldeverfahren managen wird“, sagt Karl Trimborn. Der Beauftragte soll auch das Gesicht nach außen und Ansprechpartner in allen Fragen sein. „Wir rechnen damit, dass wir diesen schon Ende des Monats vorstellen können.“
Bevor das vorgezogene Anmeldeverfahren nun im Februar startet, soll in zwei Gesprächsabenden noch einmal über die neue Schulform informiert werden. Am 2. Dezember um 19 Uhr findet der Gesprächsabend in der Johannes- und Matthias-Claudius-Schule an der Gartenstraße statt. Eine Woche später haben Eltern die Gelegenheit am Gesprächsabend in der Gregorschule mehr zur Sekundarschule zu erfahren. Der Infoabend startet auch hier um 19 Uhr und wird unter anderem begleitet von Maria Schulte-Coerne, Mitglied der Vorbereitungsgruppe. „Wir werden an diesen Abenden auch noch einmal versichern, dass die Eltern von uns eine Zu- oder Absage für ihr Kind bekommen, noch bevor das reguläre Anmeldeverfahren der anderen Schulen in der Stadt beginnt“, so Maria Schulte-Coerne.
Denn in der ersten Februarwoche beginnt das vorgezogene Anmeldeverfahren für die Sekundarschule. Vom 2. bis zum 6. Februar müssen die Eltern dann gemeinsam mit dem anzumeldenden Kind an der Hauptschule in Kirchhellen erscheinen und hier ein persönliches Anmeldegespräch führen. Dieses ist in den Zeiten montags bis donnerstags von 12 bis 19 Uhr und Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 16 Uhr möglich. Somit erfolgt das Anmeldeverfahren vor allen anderen städtischen Schulen. „Ab Montag, 9. Februar erfolgt dann die Zusendung des Aufnahme- oder Ablehnungsbescheid“, sagt Maria Schulte-Coerne. Die Eltern haben dann auf jeden Fall einen Bescheid, ob die Sekundarschule startet und ob ihr Kind dort aufgenommen ist.
Bei der Anmeldung muss nämlich die Mindestzahl von 75 Schülerinnen und Schülern erreicht sein. Maximal können aber 87 Kinder aufgenommen werden. „Wenn wir Kinder ablehnen müssen, dann wird die Heterogenität das entscheidende Auswahlkriterium sein“, sagt Maria Schulte-Coerne. Hier spielen nicht die besten Noten eine Rolle, sondern die Frage, wie gut das Kind in die Klasse passt.
Wenn die Sekundarschule dann gegründet ist, wird sie am Standort der Gregorschule starten. Hier, wo nun noch die Grundschüler in der vorübergehenden „Schule auf Zeit“ in vollausgestatteten Schulpavillons unterrichtet werden, wir dann die Sekundarschule stationiert sein. So lange, wie der Umbau der Hauptschule dauern wird. „Wir müssen ja eine zweizügige Hauptschule in eine dreizügige Ganztagsschule umbauen, hier mehr Klassen- und Fachräume schaffen“, sagt Karl Trimborn. Die Planungen dazu laufen bereits. gsk