Kirchhellen - Das Thema Sterben, Tod und Trauer wird mehr denn je in der Öffentlichkeit thematisiert. „Das ist gut und wichtig“, sind sich die Mitglieder der Hospizgruppe Bottrop einig. Seit 20 Jahren beraten und begleiten die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer schwerstkranke Menschen auf ihrer letzten Reise. Im Gegensatz zum stationären Hospiz arbeitet die Hospizgruppe ambulant und kommt in die Pflege- oder Krankeneinrichtung oder nach Hause zu den Kranken.
Vorträge der katholischen und evangelischen Erwachsenenbildung gaben den Anstoß zur Gründung einer Gruppe, die schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet. Waren es zunächst nur fünf Mitglieder, so ist die Zahl in den vergangenen 20 Jahren auf mehr als 100 gestiegen. „Davon sind rund 50 aktiv bei uns tätig“, erklärt Mechthild Hemming, Koordinatorin der Hospizgruppe Bottrop. Die Hospizbewegung erhielt nach und nach bundesweit immer größere Beachtung und in diesem Zuge konnte auch die Bottroper Gruppe wachsen und hat heute eigene Räume an der Neustraße 2. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, besucht zunächst einmal einen Befähigungskurs. „Das ist wichtig, um die Gespräche und Begleitung mit Schwerstkranken zu bewältigen“, weiß Barbi Mohr, Vorstandsmitglied der Gruppe. In den vergangenen Jahren hat sich die palliativmedizinische Versorgung mehr und mehr ausgeweitet. Durch gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren ist die Hospizgruppe gut eingebunden. Sie macht auf den Wochenmärkten in Bottrop und Kirchhellen auf sich aufmerksam und stellt ihre Arbeit vor. Unter anderem ist auch das Trauercafé eine Einrichtung der Gruppe. Einmal im Monat wird in Bottrop und Kirchhellen die Möglichkeit für Trauernde geboten, sich auszutauschen. Für das Jubiläumsjahr sind einige Veranstaltungen geplant. So auch die Ausstellung „Post mortem“ vom 13. bis 26. Juni an der Neustraße 2 und ein Filmabend im Sanitätshaus Steinberg am 9. November. Der Sternenbasar ist bereits Tradition am Samstag vor Totensonntag. gj
Weitere Informationen unter www.hospizgruppe-bottrop.de.