Hoffnung für das Home of Hope

Der GAGU-Zwergenhilfe e.V. lädt zur musikalischen Frühlingsgala ins Rathaus und gibt Informationen über den Stand der Dinge in Sierra Leone nach Ebola

Schermbeck - Das Elend in Afrika, das durch die verheerende Krankheit Ebola ausgelöst wurde, ist in den vergangenen Monaten aus der medialen Berichterstattung gewichen. Aber die Not ist nach wie vor sehr groß, das wissen nicht zuletzt Gudrun Gerwien, Dieter Schmidt und Conny Albertz vom Vorstand der GAGU-Zwergenhilfe. „Wir sind stark ausgebremst in unserem Engagegement, mussten eine bereits gebuchte Reise zu unserem Kinderheim Home of Hope in Sierra Leone stornieren und können einfach nichts tun.“
 

Es gibt nach wie vor ein Einreiseverbot und auch wenn es zunächst hieß, dass die Zahl der Neuerkrankungen zurückgehe, so ist mittlwerweile wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Und diejenigen, die es am härtesten trifft, sind einmal mehr die Kinder. „Wir können von mindestens 8.000 Waisenkinder ausgehen, die ihre Eltern durch die Krankheit verloren haben. Niemand kümmert sich um sie, weil die Angst vor Ansteckung so enorm groß ist“, sagt Gudrun Gerwien. Doch die GAGU-Zwergenhilfe wäre nicht die GAGU-Zwergenhilfe, wenn sie nicht eine Idee hätte, wie den Waisenkindern geholfen werden könnte. „Wir können nicht mehr Kinder in unser Home of Hope aufnehmen, aber unser guter Kontakt zur Regierung in Sierra Leone hat uns davon überzeugt, dass wir etwas tun können“, sagt Dieter Schmidt. Die Regierung stellt Land zur Verfügung, dort sollen kleine Häuser gebaut werden, in denen Familien aus den Armenvierteln wohnen können. Im Gegenzug müssen diese ein bis zwei Waisenkinder aufnehmen. „Wir hätten damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen – die Slums sind zum Teil in so schlechtem Zustand, dass auch da dringend Hilfe geleistet werden muss. Einzelne Familien dort herauszuholen, ihnen ein festes Dach über dem Kopf zu bieten und vernünftige Toiletten, das könnte schon sehr viel helfen. Dass die Familien dann weitere Kinder aufnehmen würden, darin sieht Gudrun Gerwien kein Problem. „Es muss vernünftig organisiert und kommuniziert werden, dann klappt das auch“, sind sich alle drei einig. Um das Projekt zu finanzieren, wurden erst einmal rund 50.000 Euro veranschlagt. Diese sollen durch Spenden, die Frühlingsgala und eine erneute Wette mit dem Bürgermeister aquiriert werden. Wie genau die Wette lauten wird, soll noch nicht veraten werden, aber Mike Rexforth hat seine Unterstützung bereits zugesagt.
 

Kein Kind im Home of Hope erkrankt

Die Situation im Home of Hope stellt sich zurzeit als Warteschleife dar. Es sind zum Glück alle Kinder gesund, auch wenn ein schwerer Autounfall im vergangenen Jahr für einen langen Ausfall der Hausdame gesorgt hat. Dennoch sind die Schulen noch länger geschlossen, so dass die Kinder im Home of Hope unterrichtet werden. Das Ausbildungszentrum wird, so gut es geht, weiter gebaut. Es befindet sich zurzeit im Rohbau. Im ganzen Land herrscht Ausnahmesituation – das jedoch schon seit Ausbruch der Krankheit im vergangenen Jahr. Die Märkte versorgen die Menschen nur sporadisch mit frischen Lebensmitteln, Behörden und Banken sind öfter geschlossen als geöffnet. „Und wenn jemand Geld abholen möchte, muss er zunächst auf Fieber untersucht werden“, weiß Conny Albertz. Auch die Häfen sind dicht, es findet kaum mehr gesellschaftliches Leben statt.

Frühlingsgala mit Parodieshow und Musical


Ein besonderes Fest wird am 14. und 15. März im Begegnungszentrum des Rathauses geboten. Statt wie bisher zur Herbstgala lädt die GAGU-Zwergenhilfe nun im Frühling zur schon traditionellen Show mit Musik und Tanz  ein. Unter dem Motto „So treibt man den Winter aus“ verzaubern die GAGUs in einer Parodienshow mit Celine Dion, Ella Endlich, Nicole Kidman & Robin Williams, Unheilig, Howard Carpendale, Oonagh und vielen mehr ihre Gäste. „Wir möchten uns mit der Gala bei den Schermbeckern bedanken und auch etwas zurückgeben“, sagt Dieter Schmidt. Weitere Höhepunkte am Abend sind die Country-Liners, die den Frühling wach tanzen. „Außerdem entführen wir Sie in das Reich berühmter Musicals. Erleben Sie Ausschnitte aus Elisabeth und  Die Schöne und das Biest“, freut sich Gudrun Gerwien.  Und auch Molly, alias Denise Lubnau, ist wieder da. Aber wer verflixt ist Little Joe, der Stargast des Abends? Lassen Sie sich überraschen. Der Eintritt ist frei, um eine (großzügige) Spende wird gebeten. Am Samstag, 14. März startet das Programm um 19.30 Uhr, am Sonntag, 15. März bereits um 16.30 Uhr. gj


Der GAGU-Zwergenhilfe e.V. wurde am 2. Oktober 2006 von ehemaligen Laienspielern der Theatergruppe Ma-mi-La gegründet, die bereits mehr als 16 Jahre den Erlös ihrer Theateraufführungen verschiedenen Hilfsorganisationen zur karitativen Verwendung zugeführt haben. Im Rahmen schneller und unbürokratischer Hilfe fördert die GAGU-Zwergenhilfe schwerpunktmäßig Kinder in Sierra Leone. Spendenkonten:

Volksbank Schermbeck
IBAN: DE55400693630777777900
BIC: GENODEM1SMB
Verbandssparkasse Schermbeck
IBAN DE67356500000000254854
BIC WELADED1WES
www.gagu-zwergenhilfe.com

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