Foto: Gundis Jansen-Garz

Junge Talente gesucht

Beim Instrumentalwettbewerb „Junge Klassik“ können Kinder und Jugendliche ihre musikalische Fähigkeit zeigen

Schermbeck - Mittlerweile ist der Volkstrauertag ein fester Termin in Schermbecks Kulturkalender geworden. Denn bereits zum achten Mal findet an diesem Tag der Instrumentalwettbewerb „Junge Klassik“ der Gesamtschule und Volksbank Schermbeck statt. Kinder und Jugendliche aus Schermbeck sowie Schülerinnen und Schüler der Schermbecker Schulen haben in diesem Jahr am 15. November die Möglichkeit, ihr Können vor großem Publikum in einem ernsten und feierlichen Rahmen darzubieten. „Ganz ohne Zwang und ohne Punktewertung möchten wir den jungen Talenten eine Bühne bieten, ihre musikalischen Kenntnisse mit anderen zu teilen“, erklärt Schulleiter Norbert Hohmann.

Dabei dürfen alle Werke der ernsten Musik gespielt werden, auch moderne Kompositionen sind möglich. Neben den typischen Instrumenten Klavier und Geige dürfen sich die Gäste auch auf Klarinetten, Sopranflöten, Hörner und Cello freuen. Angefangen hat alles vor acht Jahren mit der Idee, eine Auftrittsmöglichkeit für junge Musikerinnen und Musiker der klassischen Musik zu finden. Für Bands und Rockmusik gibt es mehr Gelegenheiten, vor Publikum zu spielen. „Die erste Veranstaltung hat uns schnell gezeigt, wie viel Potenzial an jungen Talenten in Schermbeck schlummert“, sagt Norbert Hohmann, „sind die Künstler erst einmal auf der Bühne, verfliegt das Lampenfieber im Nu und sie spielen höchst konzentriert.“
Wolfgang Lensing von der Volksbank übernimmt die Moderation und die Jahrgangstufe Q2 sorgt fürs Essen und Getränke, um ihre Abi-Kasse aufzustocken.
Die Bläserklassen der Gesamtschule musizieren als Orchester mit. Vor und nach dem eigentlichen Wettbewerb und in den Pausen zeigen sie, was sie bereits gelernt haben. „Die Schülerinnen und Schüler der Bläserklassen lernen ja erst seit einem oder zwei Jahren. Auch wenn die Klänge vielleicht noch nicht so exakt sind, ist es uns wichtig, den Kindern die Chance zu geben, vor großem Publikum zu spielen“, sagt Christina Spellerberg, Musiklehrerin an der Gesamtschule. Denn es sei wichtig, den Spaß an der Musik und am Musizieren in den Vordergrund zu stellen und nicht den Wettbewerb.
Dennoch wird in drei Gruppen bewertet. „Das ist auch aus den Wünschen der Jugendlichen hervorgegangen, die sich offensichtlich doch gerne aneinander messen“, sagt Wolfgang Lensing von der Volksbank. So wird ohne großen Druck aber dennoch professionell gearbeitet. Schließlich dürfen die Schülerinnen und Schüler ihren Mut nicht verlieren, falls dennoch ein Ton schief kommt. „Wir sind ja nicht bei Jugend musiziert, sondern in der Schermbecker Gesamtschul-Aula“, sagt Christina Spellenberg. Sie ist ebenso Mitglied der Jury wie Josef Breuer, Musikpädagoge in Schermbeck, und August Krayenbrink, Dirigent des Jugendorchesters der Blaskapelle Einklang.
Eine erste Kostprobe durften die Pressevertreter bereits erhaschen, als die Siebtklässlerinnen Rebecca Riffer und Charlotte Knickmann mit der Klarinette einige Takte vorspielten. gj


Anmeldeformulare gibt es in der Gesamt­schule, der Volksbank und unter www.vb-schermbeck.de, Anmeldeschluss ist am 10. November. Der Eintritt für die Aufführungen ist kostenfrei.

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