Foto: Katharina Boll

Bonvena ido – Willkommen Kind

Die Kolpingsfamilie heißt Flüchtlingskinder willkommen und schenkt ihnen zweisprachige Bücher – Eine Brücke zwischen der Heimatsprache und Deutsch wird gebaut

Kirchhellen - Jedes Flüchtlingskind in Kirchhellen soll zukünftig ein zweisprachiges Willkommensbuch geschenkt bekommen. Dieses Ziel hat sich die Kolpingsfamilie Kirchhellen gesetzt. Die ersten Bücher wurden nun den strahlenden Kindern im „Café Vielfalt“ im Pfarrheim St. Johannes übergeben.

Wenn sich die Familien aus Krisengebieten auf die beschwerliche Reise ins Ungewisse begeben, müssen sie oftmals ihr Hab und Gut da lassen. Auch Bücher können die Kleinsten der Familien nicht mitnehmen. Doch angekommen in Deutschland stehen sie vor einer ungewissen Zukunft und sind meist der Sprache nicht mächtig. Dabei sind Kinder wissbegierig und können sich mit etwas Hilfe gut in einer neuen Umgebung einbringen. Doch nur das Erlernen der Sprache schützt vor Isolation und hilft neue Freundschaften zu schließen. Bücher können dabei helfen, die unbekannte Sprache spielerisch zu erlernen. Das war auch der Grundgedanke der Duisburger Architektin Jutta Heinze. Sie rief das Projekt „Bonvena ido – Willkommen Kind“ ins Leben.
Auch die Kolpingsfamilie Kirchhellen zeigte sich begeistert von der Idee. Auf der Generalversammlung beschlossen sie kurzerhand, das Projekt auch nach Kirchhellen zu holen. „Wir haben dann Unterstützung erhalten und die Bücherlisten, das Layout für Plakate und Aufkleber zur Verfügung gestellt bekommen“, sagt Thomas Stewering von der Kolpingsfamilie. Bei der Bücherauswahl wurde insbesondere darauf geachtet, dass die Bücher altersgerecht sind. Neben kleinen Geschichten wurden auch Bilderbücher und Wörterbücher ausgeteilt. Als erste Bezugsquelle konnte die Humboldt Buchhandlung in Kirchhellen gewonnen werden.
„Zur Zeit sind es etwa 50 Flüchtlingskinder in Kirchhellen. Doch in den nächsten Monaten und Jahren werden bestimmt noch mehr hinzukommen. Das Thema wird uns noch lange begleiten, da bin ich mir sicher“, erklärt Thomas Stewering. kb

Zurück