Ein Jahr voller Höhepunkte für die Appeltatenmajestät

Die amtierende Appeltatenmajestät Dorothea Nigbur hat im Gespräch mit der LebensArt über ihr besonderes Jahr gesprochen und erzählt, wie sie der Apfel verzauberte

Gladbeck - Das liebste Stadtfest der Gladbecker steht bereits in den Startlöchern. Denn am 2. und 3. September 2017 feiert ganz Gladbeck wieder sein Lieblingsobst, den Apfel. Beim Appeltatenfest 2016 wird es nicht nur viel Spiel und Spaß für die Besucher geben, auch eine neue Appeltatenmajestät wird gekrönt. Nach der Olympiade, für die sich nur die sechs Besten der Vorrunde qualifizieren, hat Gladbeck wieder eine neue Majestät. Nun ist die Zeit gekommen, gemeinsam mit der noch amtierenden Appeltatenmajestät Dorothea Nigbur auf ihr Jahr zurückzublicken. Im Gespräch mit der LebensArt spricht sie über ihre neue Verbundenheit zu Gladbeck und wie sie das Jahr empfunden hat.
 

Wenn Dorothea Nigbur ihr letztes Jahr Revue passieren lässt, hat sie stets ein Lächeln auf den Lippen. Denn für sie als amtierende Appeltatenmajestät standen viele spannende, interessante und schöne Termine auf dem Kalender, die sie nur allzugerne wahrgenommen hat. Doch dabei wäre es fast gar nicht soweit gekommen, dass die Gladbeckerin Appeltatenmajestät wird, geschweige denn zur Olympiade antritt.

„Mir war das Appeltatenfest fremd. Obwohl ich in Glad­beck wohne, hatte ich nie etwas mit der Tradition zu tun“, erzählt Dorothea Nigbur im Gespräch mit der LebensArt. In Berührung mit der Traditionsveranstaltung kam sie durch eine Bewohnerin des Eduard-Michelis-Haus, in dem sie arbeitet. „Alle Bewohner, die aus Gladbeck kommen, kennen das Appeltatenfest. Außerdem ist eine Bewohnerin ehemalige Appeltatenmajestät. Sie hat immer zu mir gesagt, dass es perfekt für mich wäre“, erzählt Dorothea Nigbur. Doch wirklich darüber nachgedacht hat die Gladbeckerin zunächst nicht. Erst als Heike Maurer, Appeltatenmajestät 2015/2016, das Seniorenheim zum 50. Jubiläum besuchte, erkannte Dorothea Nigbur, was es wirklich bedeutet, Appeltatenmajestät zu sein. „Wie sie von den Menschen wahrgenommen wurde, war toll zu sehen. Da habe ich auch erst erkannt, wie sozial engagiert die Appeltatenmajestäten sind. Und da habe ich gesehen, ja das passt zu mir“, erklärt Dorothea Nigbur ihren Entschluss, doch um den Titel zu kämpfen.
 

Lust auf mehr

Als Dorothea Nigbur dann den Vorentscheid überstanden hatte und im Finale stand, war ihr Ehrgeiz geweckt. „Ich habe die Woche vor dem Appeltatenfest nur noch Äpfel geschält. Am Ende habe ich mich von 1,70 auf 3,85 Meter gesteigert.“ Und die Mühen und Vorbereitungszeit haben sich gelohnt. Denn am Ende setzte sich die Gladbeckerin gegen ihre fünf Konkurrentinnen durch und wurde zur Appeltatenmajestät 2016/2017 ernannt. Ab diesem Zeitpunkt begann ihr unglaublich schönes Jahr, dass sie auch nachhaltig positiv verändert hat, wie sie erzählt. „Das Schönste für mich war, wie sich alle Bewohner gefreut haben. Das war für mich das Wichtigste, schließlich habe ich Dank ihnen teilgenommen.“

„Ein sensationelles Jahr“

Doch das gesamte vergangene Jahr beinhaltete viele Höhepunkte, an die sich Dorothea Nigbur nur zu gerne zurückerinnert. Dazu zählt sie natürlich auch die Reise in Gladbecks Partnerstadt Alanya. Aber nicht nur größere Termine als Appeltatenmajestät wird sie vermissen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die das Jahr so schön gemacht haben. „Die Wertschätzung, die ich von allen Menschen, die ich getroffen habe, erfahren habe, ist unbeschreiblich und hat mich positiv verändert. Ich habe viele engagierte Gladbecker kennenlernen dürfen, durch die ich nun selbst viel enger mit Gladbeck verbunden bin“, verrät die amtierende Appeltatenmajestät. „Es war ein sensationelles Jahr – ein einziger Höhepunkt.“ Besonders schön findet Dorothea Nigbur, dass man als Appeltatenmajestät einfach etwas den Menschen schenkt, ohne etwas zurückzufordern. „Ich war schon immer ehrenamtlich aktiv. Deshalb hat es sehr gut gepasst zu mir.“

Vom Apfel verzaubert


Auch in Zukunft bleibt sie ihrer Stadt und dem Appeltatenfest eng verbunden. Denn für sie ist das Appeltatenfest nun mehr als nur ein Wochenende im September. Als ehemalige Majestät wird sie dann gemeinsam mit den anderen ehemaligen Majestäten weiterhin Spenden sammeln und sich engagieren für die Gladbecker. „Die zukünftige Appeltatenmajestät sollte ihre eigene individuelle Note einbringen. Ich möchte gar nicht zu viele Tipps geben. Denn es ist ihr Jahr und das soll sie so genießen, wie sie möchte“, rät Dorothea Nigbur ihrer Nachfolgerin.

Ihren letzten offiziellen Termin als Appeltatenmajestät wird sie beim Sommerfest des Eduard-Michelis-Hauses haben. Denn hier, wo alles seinen Anfang nahm, soll es auch enden. „Es ist, als wäre ich vom Apfel verzaubert worden – vom Frosch zur Appeltatenmajestät.“ kb

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